Tante Frieda wird 16 – und wie es sich für eine waschechte Grande Dame des Zürcher Nachtlebens gehört, wird das Älterwerden nicht mit Kaffee und Kuchen, sondern mit einem ausgedehnten Tanzmarathon gefeiert. Am ersten Oktober-Wochenende wird bereits am Freitag losgetanzt, bevor es nach kurzer Verschnaufpause am Samstag weitergeht – ganze 32 Stunden lang, bis tief in den Montagmorgen hinein. Spannende Acts aus lokalen und internationalen Riegen sind mit dabei – so unter anderem Cristi Cons, Olga Korol, Per Hammar, Ondyne, Robert Orel uvm. Wir sagen Happy Birthday und küren die Venue gleich zum UBWG Club des Monats im Oktober.
Seit mittlerweile 16 Jahren prägt Tante Frieda das Zürcher Nachtleben. Ein Ort, der sich etwas abseits der innerstädtischen Pfade etabliert hat – mit Herz, Seele und einem spannenden musikalischen Programm. Von ausschweifenden Nächten im Wohnzimmer bis zu ausgelassenen Tanzmomenten im Salon – all dies will nun gefeiert werden. Und zwar nicht zu knapp: Am kommenden Wochenende feiert der Club seine grosse Geburtstagssause. Los geht’s am Freitagabend, 2. Oktober 2026, bevor nach einer kurzen Verschnaufpause ab Samstagabend, 3. Oktober 2026, für ganze 32 Stunden nonstop weitergetanzt wird.


Zum Auftakt des Weekenders am Freitag stehen ab 23 Uhr Chris Llopis, Lvana, Squep, Reto Erni, Liquidcheese aka Rino & Nico, Gudinho, Luca Blanda und And Hazel an den Decks. Nach kurzem Energietanken geht es am Samstag ab 23 Uhr weiter – und dann wird aus der Geburtstagsnacht ein ausgewachsener 32-Stunden-Marathon. Auf die Besucher:innen wartet ein spannendes Line-Up, das lokale Zürcher Kräfte und internationale Gästen zusammenbringt. Mit dabei sind unter anderem Cristi Cons, Dikka, Funk Cartel, Olga Korol, Per Hammar und Theia. Ergänzt wird das Programm von den talentierten Acts The Nozez (live), Pasci, Valentino, July, Beez, Gianluca Felline, Juzz, Lukka, Marie, Andreas Ramos, Ondyne, Vanini (live), Symoh Sares, Capt’n, Justin Case, Robert Orel und Yulianya.
16 Jahre Tante Frieda – das sind unzählige Nächte, Begegnungen und Geschichten. Und auch hinter den Kulissen hat sich einiges getan. Seit Kurzem setzt sich die Führung des Clubs neu zusammen und bestreitet gemeinsam den nächsten Abschnitt der Frieda-Geschichte. Namentlich sind dies Baris Bodmer, Valentino Lorenzi, Giuseppe Azzato und Pascal Frei. Bewährtes soll dabei genauso seinen Platz behalten wie neue Ideen und Impulse. Denn auch nach 16 Jahren ist die Reise längst nicht zu Ende: Die Frieda’s Büxe will sich weiterentwickeln, neue Räume für Musik, Begegnungen und nächtliche Abenteuer schaffen und dabei vor allem eines bleiben – ein Ort mit Charakter, Herz und einer gehörigen Portion Eigenwilligkeit. Im Kurz-Interview haben uns die vier Betreiber einige Fragen beantwortet.
Ihr seid in einer neuen Konstellation in das nächste Büxen-Kapitel, bzw. in die Club-Season gestartet. Wo geht es mit Tante Frieda hin und was habt ihr euch für die kommende Zeit vorgenommen?
Frieda’s Büxe: Frieda hat sich bereits geöffnet und entwickelt sich stetig weiter. Wir setzen bewusst auf verschiedene Stile innerhalb der elektronischen Musik. Mit Formaten wie Groove Works, Trust oder Nocturna sprechen wir auch ein neues, jüngeres Publikum an, das sich für technoidere oder housigere Sounds begeistert. Gleichzeitig möchten wir die Vielfalt unseres Programms weiter ausbauen und unterschiedliche Szenen miteinander verbinden, dabei aber unsere Büxen-Identität stets hochhalten.
Gibt es Dinge, die ihr bewusst neu denken oder ausprobieren möchtet?
Frieda’s Büxe: Ja. Wir möchten künftig vermehrt Konzerte veranstalten und aufstrebenden lokalen, nationalen und internationalen Künstler:innen eine Bühne bieten. Unser Ziel ist es, insbesondere Talente zu fördern, die noch kleinere Venues bespielen und sich in einer wichtigen Entwicklungsphase ihrer Karriere befinden. Damit möchten wir das kulturelle Angebot bei Tante Frieda erweitern und neue Impulse setzen.
Wie bringt ihr eure unterschiedlichen Persönlichkeiten und Perspektiven als Team zusammen?
Frieda’s Büxe: Seit einigen Monaten arbeiten wir in dieser neuen Konstellation zusammen. Wie bei jedem neuen Team brauchte es zunächst Zeit, um sich kennenzulernen und gemeinsam einen Rhythmus zu finden. Dabei haben wir die Stärken, Erfahrungen und Potenziale jedes Einzelnen herausgearbeitet, um diese gezielt einzusetzen. So schaffen wir die Grundlage für eine organisierte, effiziente und langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit.
Was glaubt ihr: was suchen Menschen heute in einem Club, was hat sich verändert?
Frieda’s Büxe: Wir sind überzeugt, dass Vielfalt und Offenheit entscheidende Faktoren für die Zukunft der Clubkultur sind. Die Gäste erwarten heute ein breiteres Angebot und unterschiedliche Erlebnisse. Gleichzeitig hat sich das Konsum- und Trinkverhalten verändert, was neue Herausforderungen mit sich bringt. Deshalb reicht es nicht mehr aus, sich ausschliesslich auf ein musikalisches Nischenpublikum zu konzentrieren. Clubs müssen sowohl ihr Programm als auch ihr Getränke- und Gastroangebot kontinuierlich an die Bedürfnisse der heutigen Ausgehkultur anpassen.


Frieda’s Büxe ist UBWG Club des Monats im Oktober 2026. Hier findest du das gesamte Oktober-Programm.
Quellen: Frieda’s Büxe, Club des Monats Oktober (Bild via UBWG)



