Das Zürcher «Post-Music» Projekt Superterz veröffentlichte Ende 2019 ihr neustes Triple-Album «Inland Empire». So richtig lanciert wird das neue Werk mit neun Gigs in der Photobastei.

Weshalb eine Plattentaufe nur an einem Abend feiern, wenn man gleich eine ganze Konzertserie draus machen kann? Das dachten sich wohl Superterz. Die Zürcher Post-Electronica-Formation der beiden Brüder Marcel und Ravi Vaid veranstalten anlässlich ihres Werks «Inland Empire» an insgesamt neun Abenden, neun verschiedene Konzerte. Dafür laden die Macher illustre Gäste in die Zürcher Photobastei ein.

Ab dem 9. Januar gibt es bis am 18. Januar verschiedene Performances zu entdecken. Gestartet wird dabei mit einem «get-together» ohne Gastmusiker, dafür mit den treuesten Fans und Mistreitern der Band.

Musikalisch sind Superterz ziemlich divers und nur schwierig einem Genre zuzuordnen. Für Liebhaber*innen der elektronischen Musik lohnen sich aber folgende Abende besonders. Ravi war so freundlich, die einzelnen Musiker mit ein paar Sätzen zu beschreiben. Wir sind gespannt!

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Samstag, 11. Januar: Gaudenz Niggli & Olan

Am 3. Abend der Konzerteihe der ‚post-electronica‘ Band Superterz kommen zwei Gäste direkt aus dem Zürcher Techno-Untergrund. Sie verlassen die dunklen Keller der Clubkultur und steigen in den Ring zum stündigen Ritual: Olan & Gaudenz Niggli. Der jüngste Gastmusiker dieser Konzertreihe ist der Zürcher Elektronika-, Live-Techno Produzent und Label Betreiber Gaudenz Niggli. Der Beat liegt in der Familie! Und mit dem Kollektiv ‚Regula Rec‘ und seinem Live-Techno-Trio ‚Cryptic‘ bespielt er zur Zeit die Keller der Techno-Stadt Zürich. Jung, schnell und ‚at the edge‘ of Techno. Wenn einer aus einem Funken ein Gewitter machen kann, dann ist es Olan aka Olivier Zurkirch. Ein Schamane der Potis aller Elektromaschinen, Modularsysteme und Noize-Erruptionen. Einer der beiden Köpfe hinter dem underground Projekt ‚Der White Rauschen‘ – Ein König des Rausches in den Gehörgängen dieser Welt: Vom Techno über Modular-Gewabber hin zum Industrial. Olan lässt nichts anbrennen …

Nachher geht’s zur Afterparty mit dem Zürcher Stammtisch!


Mittwoch, 15. Januar: Toktek (NL)

Im Laufe der Jahre hat Tom Verbruggen alias toktek (nl) die Kunst des Samplings mit allem, was tönt, zur Ekstase gebracht. Sein Markenzeichen: Der Joystick.
Dies darf man bei Toktek durchaus machostisch verstehen: Er ist ein Reisender Kosmopolit mit feurigen Augen und einem unerhört verschmitzten Charme. Seine Rastlosigkeit bringt ihn, auf welchem Weg auch immer, stets zurück ins Wunderland der elektronischen Musik. Für Überraschung ist gesorgt!


Freitag, 17. Januar: Thomas Fehlmann

Superterz kommt vom Techno. Unter anderem. Darum ist ihnen der Techno-Pionier Thomas Fehlmann Leitstern und Inspirationsquelle zugleich.
Er hat auch Musikgeschichte geschrieben: Ende der 1970er Jahre verschob er sich von der Schweiz nach Deutschland und wurde zu einem der Begründer der elektronischen Clubmusik. 1980 machte er mit Palais Schaumburg Furore. 1988 gründete er in Berlin das Label »Teutonic Beats« und wirkte als einer der ersten Europäer zusammen mit dem Detroit-Techno-Gründer Juan Atkins. Nun performen Superterz exklusiv mit Thomas Fehlmann in der Photobastei. Das kann ja heiter werden.


Samstag, 18. Januar: Nils Petter Molvaer


Und wie hört sich Superterz an? So:


Titelbild: Ravi und Marcel Vaid (zur Verfügung gestellt von Superterz)

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