Die Playlist #171 ist da und kommt von Nela Ro: 20 Tracks, die den musikalischen Kosmos des DJs, Produzenten und Live-Performers widerspiegeln. Geprägt von Einflüssen aus IDM, UK-Garage, Breakbeat, Jungle, Trance, Acid und Jazz vereint die Selection verspielte Rhythmen mit ausgeklügelten Harmonien und lädt zum Eintauchen ein. Check it out!
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Dein Best Buy in den vergangenen Monaten in Sachen Gear?
Hardwaremässig habe ich gerade sehr viel Freude am Zularic Repetitor – ein Eurorack-Modul, das rhythmische Pattern, inspiriert von afrikanischen und lateinamerikanischen Polyrhythmen, generiert. Fast genauso glücklich machen mich aber meine neuen Patchbays im Studio: alles sauber vorverkabelt, kaum ein loses Kabel in Sicht. Klingt vielleicht unromantisch, ist für mich aber fast schon Wellness.
Grosser Club oder kleine Spielwiese?
Kleine Spielwiese, all the way. Am liebsten mit den richtigen Friends – egal ob an den Decks oder auf dem Dancefloor. Grosse Clubs sind schön, aber ich mag Orte, an denen man auch mal einen seltsamen Track spielen darf und trotzdem alle mitkommen.
Deine Studioarbeit ist geprägt von?
Ich arbeite recht strukturiert und beginne selten etwas Neues, bevor die letzte Idee ausproduziert ist. Tracks zu finalisieren ist für mich weniger ein reines Endprodukt-Ding, vielmehr ein Weg, den ganzen Prozess immer wieder neu zu erleben: Sounds suchen, Dancefloor-Tracks bis ins letzte Detail auseinandernehmen, Dinge nachbauen, scheitern, wieder lernen – und dabei hoffentlich langsam besser werden.
Deine Inspirationsquelle ist?
Im Moment arbeite ich an einem Ambient-Album und presse mich dafür bewusst in ein Genre, das ich selbst noch nicht ganz verstehe. Dabei habe ich Field Recordings für mich entdeckt: Orte, die mir etwas bedeuten, soundmässig zu fotografieren und im Studio in Klangflächen zu verwandeln, die sich wertvoll und irgendwie nach Zuhause anfühlen.
In deinen Werken/Sets geht es um?
In meinen Sets versuche ich immer, den richtigen Vibe für Ort und Zeit zu finden. Sie sollen dem Dancefloor dienen, aber trotzdem meine Persönlichkeit widerspiegeln. Im besten Fall wird das Set zu einer Art Teppich aus Energie, in den man sich als Zuhörer:in oder Tänzer:in «reinlegen» kann.
Reach for the stars – wo siehst du dich in 5 Jahren?
Ich bin vor etwa einem Jahr nach Zürich gezogen und würde gerne noch viel tiefer in die Underground-Musikszene eintauchen. Verbindungen knüpfen, Leute zusammenbringen, eine Community mitaufbauen, Selbstkreiertes teilen, voneinander lernen, sich gegenseitig pushen und vielleicht auch gemeinsam Platten releasen. Am liebsten alles mit viel Herz und wenig Ego.


