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An ihm kommt man in Zürich nicht vorbei, wenn man in der Limmatstadt gute Musik hören möchte. Zumindest was die nächtlichen Feiereien betrifft, hat Alex Dallas den Namen, welcher für ausgesuchte und qualitativ hochstehende Musik aus der elektronischen Ecke steht. Mit Zukunft und Kauz gehört er zu den erfolgreichsten Mitgestaltern des Zürcher Nachtlebens und lässt zudem mit dem Musiklabel Drumpoet Community die Stadt Zürich auch international in sehr gutem Licht erstrahlen. Doch nicht nur als Club- und Labelbetreiber scheint der erfahrene Musiker alles richtig zu machen. Spätestens nach seinem Auftritt am ersten Schweizer Boiler Room ist sein Name in aller Munde.

All das scheinen gute Gründe zu sein, um dem vielbeschäftigten Familienvater ein paar Fragen zu sich und seiner Person sowie seinen zahlreichen Tätigkeiten zu stellen. Zudem mischte uns Alex Dallas ein überaus harmonisches Set für unsere hauseigene Podcastreihe, in welchem er uns zwei Stunden feinste elektronische Musik hervorzaubert.

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Künstlername: Alex Dallas
Kanton: Zürich
Alter: bald 44
Homebase: Zukunft, Kauz, früher auch noch Dachkantine und Cabaret
Meine Releases: erscheinen unter Pseudonymen, The Lost Men, früher Earthbound, Natural High Prod.

Hallo Alex und herzlich willkommen in unserem hauseigenen Podcast. Hast du dich schon von den Feiereien zu eurem 10 jährigen Jubiläum der Zukunft erholt? Ihr habt ja da eine ereignisreiche Zeit hinter euch.

Alex Dallas: Oh ja, insofern man als Vater, Clubbetreiber und DJ jemals erholt sein kann. 😉

Erst vor kurzem machte das Gerücht die Runde, dass ihr ein Restaurant oder Ähnliches im gleichen Gebäude der Zukunft plant. Kannst Du da uns etwas verraten?

Wir hatten im Monat November 2015 im Zusammenhang mit unseren 10 Jahre Zukunft Festivitäten das Pop-Up-Restaurant Tisch1. Was die Zukunft bringt, wird man sehen.

Lass uns ein wenig über dich als Künstler plaudern. Was erwartet uns in deinem heutigen Mix für uns?

Es ist ein Warm-Up Mix, mir ist und war es immer wichtig die Leute sanft und warm zu empfangen. Ich halte nichts von Peak-Time Sets am Anfang einer Nacht. Dieser Mix repräsentiert im Weitesten meine Art eine Nacht zu beginnen, später kann ich auch sehr gerne im rohen und dubbigen Techno landen. Musikalisch beinhaltet der Mix teils unveröffentlichte Tracks lokaler Künstler wie Pacifica, Kalabrese, Jimi Jules, einige Klassiker von Leuten wie Prosumer und Lieblingstracks von Künstlern wie John Talabot, Quarion oder Jaako Eino Kalevi, um hier nur wenige zu nennen.


Das Geheimnis ist wohl ein gewisses Gespür für das Publikum und definitiv die Selektion.


Du giltst als hervorragender Warm-up DJ, trittst nun jedoch selbst mehr und mehr als „Peaktime-Sau“, wie DJ Koze das so schön nennt, in Erscheinung. Kannst du uns das Geheimnis eines guten Warm-up Sets verraten oder uns erklären, welche Wichtigkeit die Vorbereitung für den nächsten DJ hat?

Dankeschön. Einiges hab ich vorhin schon beantwortet. Das Geheimnis ist wohl ein gewisses Gespür für das Publikum und definitiv die Selektion, ausserdem sollte man sich zurückhalten können und dennoch einen Groove verbreiten, der die Leute auf die Tanzfläche lockt. Man setzt ja den Vibe als DJ und eine Nacht sollte eine Reise werden, die spannend und aufbauend verlaufen soll. Bestimmt spielt da aber auch die Erfahrung mit.

Deine letzten Veröffentlichungen liegen nun schon eine ganze Weile zurück. Woran liegt das und bist du nun mit höherer Aktivität hinter den Decks auch wieder vermehrt im Studio anzutreffen?

Ja, das liegt am Zeitmanagement und es war die letzten Jahre nicht meine oberste Priorität. Vermutlich auch an meinen vielen Aktivitäten und meiner Familie, mit der ich einen Grossteil meiner Zeit verbringe. Ich mache aber nach wie vor regelmässig Musik im Studio, es entspannt mich und macht eine Menge Spass. Die Zeit und die Fleissarbeit einen Track dann fertigzustellen, nehm ich mir leider noch zu wenig. Ich hoffe darauf, dass je grösser meine Mädels werden, ich musikalisch auch wieder produktiver sein darf.


Bestimmt liegt es vor allem daran, dass unsere Künstler Persönlichkeiten sind, die eine Geschichte zu erzählen haben.


Mit Drumpoet Community bist du Teil eines der angesehensten Schweizer Labels. Was zeichnet Drumpoet aus und wie schafft ihr es nach fast einem Jahrzehnt immer noch auch international für Furore zu sorgen? Kurz gesagt: was ist euer Geheimnis?

Ich denke, es liegt daran, dass wir das Label aus Leidenschaft und Freude betreiben und uns insofern keine geschäftlichen Gewinne erhoffen. Es ist ein Projekt für die Seele und wir releasen worauf wir wirklich stehen. Wir agieren nicht genrebezogen, da kommen unterschiedliche Arten von elektronischer Tanzmusik raus. Diese Freiheit ermöglicht dem Label eine Vision, unabhängig vom oftmals aufgeblasenen Hype. Bestimmt liegt es vor allem daran, dass unsere Künstler Persönlichkeiten sind, die eine Geschichte zu erzählen haben. Es geht immer um die Musik, wenn sie gut ist, findet sie auch Fans. Das hilft schon, weil wir leider sehr schlechte Promoter sind und nicht wirklich gut darin, das Label zu vermarkten. Da könnten wir besser sein. 😉

Apropos zehn Jahre Drumpoet Community. Habt ihr betreffend eurem 10 jährigen Jubiläum etwas Spezielles geplant?

Wir werden eine Jubiläums-Compilation mit einigen Klassikern und einigen Neuveröffentlichungen rausbringen. In diesem Zusammenhang wird es auch eine kleine Tour geben und bestimmt eine Releaseparty in der Zukunft.

Man hört immer wieder, dass die Zürcher Konzertkultur am Arsch sei. Man treffe sich zum „Socialisen“ und nicht der Musik wegen. Was sagst du zu dieser Aussage, vielleicht auch mit Blick auf das Verhalten der Gäste in der Zukunft?

Für einige trifft das bestimmt zu, aber es gibt auch Gäste die kommen, die Augen schliessen und tanzen. Natürlich wäre es schon auch wünschenswert, die beneidenswerte Euphorie der Berliner, sonntagnachts in der Panoramabar hier auch etwas öfter zu spüren. Wenn die Musik und die Crowd stimmen und das gemeinsame Knistern einsetzt, kann das aber auch in Zürich noch sehr schön funktionieren.

Zum Schluss möchten wir von dir wissen, was Du dir im Jahr 2016 vorgenommen hast. Welche Vorsätze und Projekte stehen an?

Mit Kalabrese kümmern wir uns dieses Jahr intensiver um das noch neue Zukunft Rec. Label. Da steht ein sehr gutes Album von Jimi Jules an sowie eine Single, die er als Jules & Spatz mit Kalabrese aufgenommen hat. Dann versuchen wir weiter unsere Clubs Zukunft und Kauz innovativ und spannend zu gestalten und auch auf Drumpoet erscheinen gute Releases von Pacifica, Jack Pattern, Manuel Fischer und einigen mehr. Und vielleicht passiert doch noch wieder etwas Unerwartetes…

Vielen Dank!



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