Ibrahim Kaptanoglu aka Anthik gehört zu jener Sorte DJs, die ihr Handwerk noch mit Vinylscheiben erlernten. Seit mehr als 20 Jahren steht der Solothurner DJ hinter den Plattentellern und durfte in dieser Zeit zahlreiche renommierte Tanzflächen im In- und Ausland mit seinem treibenden Sound beschallen.

Als kleines Stelldichein fürs kommende Wochenende mischte uns Anthik ein rumpelndes Set, in dem sich ein Dancefloorkracher an den nächsten reiht. Zudem erfuhren wir im Interview jede Menge Wissenswertes über den 43 jährigen Plattenleger.

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Künstlername: Anthik
Kanton: Solothurn
Alter: 43
Homebase:
Hidden Solothurn, Supermarket Zürich
Meine Releases:
Suara, Go Deeva Records, Superfancy Records

Hallo Anthik und willkommen in unserem hauseigenen Podcast. Wie und wo ist dein heutiger Mix für uns entstanden?

Anthik: Während meinen Skiferien im Tirol. Zwischen Skifahren, Rodeln und Après-Ski im wunderschönen Smaragd-Chalet.

Welche drei Adjektive zeichnen deine Clubsets aus?

Groovig – hypnotisch – fesselnd

Und wie würdest Du deine Produktionen beschreiben?

Ich denke, jede Produktion hat ihren eigenen Charakter und ist somit schwer zu beschreiben. Jedoch versuche ich meistens am Puls der Zeit zu produzieren und dancefloortaugliche Tracks herauszubringen, zwischen 120 und 124 bpm.

Wie sieht dein Studio aus und welches Equipment verwendest Du für die Produktion deiner Tracks?

Mein Studio steht in meinem Haus im Untergeschoss, wo auch mein schwarzes Gold gelagert ist aus meiner Zeit, als ich noch mit Vinyl auflegte. Ich find’s echt toll, wenn du, egal ob Tag oder Nacht, früh oder spät, einfach ins Studio runter kannst und ohne Rücksicht auf die Nachbaren in die Tasten hauen kannst.

Zum Produzieren benutze ich Cubase und bin super happy damit. Komplete Kontrol S61 Midi Controller dazu, natürlich zahlreiche Plugins und auch Sample Packs. Analoge Hardware stehen im Moment noch keine herum, aber ich habe da ein paar favorisierte Synthis, die ich mir in der nächsten Zeit anschaffen möchte.

Du bist in Solothurn „deheim“. Was schätzt Du an Solothurn und wie unterscheidet sich die Stadt bezüglich Nachtleben zu Bern oder Zürich?

Solothurn ist die schönste Barockstadt der Schweiz! Wie du sagst, bin ich da seit meiner Geburt „deheim“. Man kennt sich seit Jahren und viele Leute sind seit Anfang an dabei und unterstützen mich bis heute, was ich extrem schätze. Zudem sind die Solothurner richtige Partyfreaks und sind in der halben Schweiz an den Wochenenden in den angesagten Clubs zu guter Musik am abfeiern.

Was die Stadt hauptsächlich von Bern und Zürich unterscheidet, ist, dass wir natürlich nicht die Anzahl Clubs und Bars haben. Meistens feiern wir unter uns, ohne Weekend-Party-Touristen aus der ganzen Schweiz wie z.b. in Zürich. Halt so nach dem Motto WIR UNTER UNS, was ich persönlich sehr mag…!

Und was bedeutet dir dabei der Club «Hidden»?

Das Hidden (klein aber fein) hat für mich eine sehr grosse Bedeutung. Es ist einer meiner „favourite Clubs“ in der Schweiz und das Beste, was Solothurn zu bieten hat in Sachen elektronischer Musik. Nicht umsonst feierte das Hidden dieses Jahr seinen 13. Geburtstag und wird mit sehr viel Herzblut bis ins Detail betrieben. Ich freue mich auch nach über 10 Jahren immer wieder im Hidden hinter den Decks zu stehen und in meiner Heimatstadt unter Freunden zu feiern.

Erzähl uns von deinem besten sowie schlechtesten Cluberlebnis. It’s time for some anecdotes!

Ein bestes Cluberlebnis gibt es bei mir nicht wirklich. Es ist einfach immer wieder wunderschön zu sehen, wie die Menschen zu meiner Musik tanzen. Wenn du merkst, dass der Dancefloor mit dir im Einklang ist. Es gibt für mich fast nichts Vergleichbares, bei dem ich dieselben emotionalen Momente erleben darf, egal ob ich jetzt vor hundert oder tausend Leuten spiele.

Mein schlechtestes Cluberlebnis war definitiv vor ca.15 Jahren im ehemaligen Echo Club in Basel. Die Party war fertig, die Lichter gingen an und wir standen mit einigen Freunden an der Bar und tranken noch unsere letzten Drinks. Plötzlich sah ich, wie irgendein Typ mit meinem Plattenkoffer (der ursprünglich mal neben mir stand) aus dem Club spaziert. Natürlich bin ich gleich nach, habe ihm meine Koffer wieder aus der Hand gerissen und meinen Drink, den ich in der Hand hatte, im gleich einmal direkt ins Gesicht gekippte und ihm noch kurz meine Meinung gesagt. Dann geschah es… plötzlich standen wie aus dem Nichts 3-4 Typen da und schlugen ohne Vorwarnung voll auf mich ein… Autsch! Fazit, ein richtig blaues Auge aber mein Plattenkoffer war gerettet.

Das Jahr ist noch jung. Was hast Du dieses Jahr für Pläne?

Ich werde fleissig im Studio an neuen Tracks und Remixen arbeiten und freu mich natürlich auf jede Menge tolle Gigs. Zum Beispiel am 2.April mein Debüt im Hive Zürich, auf das ich mich sehr freue. Zudem wird es ja auch bald wieder wärmer, Festivals wie Streetparade, Burning Montain und Jazz Festival Montreux stehen auf dem Plan.

Vielen Dank!



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