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Mit der schweizweit bekannten UBWG-Podcast Reihe wollen wir den Freund/innen elektronischer Musik aus der Heimat mindestens einmal monatlich neue Leckerbissen servieren. Es wäre auch schade, einen solchen Fundus an hochwertiger Musik aus der Schweiz nicht entsprechend kuratiert weiterzuführen und auszubauen. Mit Julie Lee und Nicola Duvoisin haben wir bereits zwei DJs und Produzenten aus der Romandie und Bern porträtiert, nun ist es also an der Zeit unseren Blick Richtung Zürich zu schwenken.


Kaum jemand kann sich müheloser von einem Genre zum nächsten Spielen. Die Stile, in denen sich Marcism zuhause fühlt, scheinen fast unerschöpflich. Neben seinem grossen musikalischen Wissen spielt der Zürcher seine Sets mit einer Sicherheit und Selbstverständlichkeit, dass man ihm als Tänzer alles abkauft. Seine Stärke liegt jedoch im House – groovige Tracks mit lebendigen Synths, die auch den Letzten auf die Tanzfläche holen.

Beim Gespräch mit Marc Klein, der bürgerliche Namen von Marcism, im schönen Café Bank in Zürich, zeigt sich schnell, dass er für die Musik lebt. Seine Ausführungen zu Künstlern, Klubs und dem Nachtleben im Allgemeinen tragen starke persönliche Züge, was zeigt, dass sich Marc stark damit identifiziert. So kommt es auch immer wieder vor, dass er Aussagen relativiert, damit nicht ein falsches Bild entsteht.

„Ich bewege mich irgendwo zwischen Techno und House und durchquere dabei verschiedenste Subgenres, oftmals am selben Abend.“

Sein Zuhause hat Marc bei Mad Katz, der Partyreihe in Zürich, welche gerade eben Tom Trago ins Hive geholt haben, und Kink für im April engagieren konnten. Daneben bespielt Marc unter anderem regelmässig die Longstreet Bar, das Hive und den Club Bellevue, der nach seiner Aussage, booking-mässig einen der besten Jobs macht. (Anm. d. Red.: Vor Kurzem beehrte beispielsweise Trikk den Klub). Marcs aktuelle Highlights waren aber die beiden Gigs in Sofia und Belgrad, bei denen er allen Anschein nach überzeugen konnte, denn er wird bald wieder nach Sofia reisen.


marcism - ASAP


„Es ist wichtig, sich von verschiedenen Stilen zu beeinflussen. Es gibt in jedem Genre etwas, das passt. Das gut ist.“

Auf die Frage nach seinen Einflüssen regnet es Namen. Ohne länger darüber nachzudenken, zählt er auf: Tom Trago, Jeremy Underground, Deetron, KiNK, Ian Pooley, Seth Troxler, Sidney Charles , Rampa, Roman Flügel, George Fitzgerald, Raresh, Barac, Mall Grab und Borrowed Identity. Er könnte wahrscheinlich noch weitermachen und zu jedem Namen hätte der gute Mann bestimmt auch noch eine wunderbare Geschichte zu erzählen. Einen Blick auf die Namen und man sieht sofort, das abgedeckte musikalische Spektrum ist breit. Und das ist es auch, was man als sein Markenzeichen bezeichnen könnte. Musikalische Vielfalt. Ja wo ordnen wir Marcism ein? Wo ordnet er sich selbst ein? „Ich bewege mich irgendwo zwischen Techno und House und durchquere dabei verschiedenste Subgenres, oftmals am selben Abend.“

Was er selbst lebt, ist auch das, was er in Zürich vermisst. „Es fehlen zum Teil ganze Genres – sie werden einfach nicht gespielt. Man kann auch sagen, es fehlt an der Toleranz für die verschiedenen Subgenres.“ Damit wirft er die Frage auf, fehlt in Zürich die Offenheit für Diversität? Wir lassen die Frage an dieser Stelle unbeantwortet. „Es ist wichtig, sich von verschiedenen Stilen zu beeinflussen. Es gibt in jedem Genre etwas, das passt, bzw. das gut ist.“, fügt Marc noch an.

Mit dem Set für ubwg.ch zeigt uns Marc Klein eine Auswahl an Stücken von seinen Lieblingsproduzenten und veranschaulicht dadurch wie er Diversität auslegt.

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Juju & Jordash – Monday Mellow
Julien Chaptal – Illin ( Tom Trago Remix)
Tape DJs – Enjoy the Demos
DJ Sprinkles – Masturjakor ( KiNK and Neville Watson Remix)
Tom Trago – Being Broke
KiNK – Chorus
Gerd – Palm Leaves ( Deetron Dub Mix)
Steffi – Arms
Guy from Downstairs – The Mesteacan

Photocredit: Titelbild (Slider) von Monir Salihi

1 Kommentar

  1. Es fehlen zum Teil ganze Genres – sie werden einfach nicht gespielt. Man kann auch sagen, es fehlt an der Toleranz für die verschiedenen Subgenres.

    schöne worte

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