Jetzt, wo es wieder kalt ist und wir nicht mehr so schnell aus dem Haus zu locken sind, dürfen wir uns über ein wunderbares Set von Nico Wilde erfreuen. Wer hinter diesem Namen steckt und uns den Januar versüsst, erfahrt ihr im Interview.


Nicola, von wo kommst du?

Geboren bin ich in Basel. Nach ein paar Jahren zog ich mit meiner Familie nach Münchenstein, ein Vorort von Basel. Als ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, zog es mich wieder zurück in die Stadt.

Wie bist du zur elektronischen Musik gekommen? Wer hat dich inspiriert selbst hinter den Turntables zu stehen?

Mir wurde schon früh die Welt der elektronischen Musik näher gebracht. Eine meiner ersten Erinnerung an einen Rave war die Jungle Street Groove. Das ist eine Tanzparade, die durch Basel führt. Dort lief hauptsächlich Jungle sowie Drum’n‘Bass. Danach kamen meine ersten Besuche in Clubs, wie dem Nordstern oder dem alten Schiff. Dort war vor allem Minimal und Techno angesagt. Diese Erfahrungen beeinflussen mich bis heute. Wenn ich jedoch einen Ort auswählen müsste, der mich am stärksten geprägt hat, dann ist es definitiv das Presswerk. Ein Club, der vor ein paar Jahren leider schliessen musste. Die Intensität an diesen Partys war unglaublich. Zum Auflegen selbst kam ich erst später. Freunde von mir legten schon seit einer Weile auf und so kam das eine zum anderen.


Nico Wilde


Wie viel Aufwand und Zeit investierst du in deine Sets vor einem Auftritt?

Das ist nicht so lange, vielleicht 15 bis 20 Minuten. Das, was am meisten Zeit in Anspruch nimmt, ist die Suche nach neuem Sound. Das kann zum Teil schon ein paar Stunden pro Woche dauern. Ich finde auch, dass man sich nicht zu sehr festlegen sollte, welche Tracks man spielen möchte. Deshalb bereite ich immer nur eine grobe Auswahl vor.

Kannst du dich an deinen ersten Auftritt vor Publikum erinnern? Was hat das in dir ausgelöst?

Das war eine illegale Party, die wir organisiert hatten. Auf einer Wiese im Wald in Münchenstein. Es war eine sehr inspirierende Erfahrung und mir war schnell klar, dass es für mich sicher nicht das letzte Mal gewesen sein sollte.

Wir würdest du deine Musikstil beschreiben?

Etwas zwischen House und Techno. Es kommt immer drauf an, wenn ich spiele. Am Anfang spiel ich gerne eher etwas House oder Minimal, je später es wird, desto technoider werde ich.

Verrätst du uns deine absolute Lieblings Location, in der man dich auch mal antreffen kann?

In Basel gehe ich am liebsten ins Elysia, das ehemalige Basler City Studio. Es wurde umgebaut und mit einer neuen Anlage ausgestattet – ein richtiges Erlebnis. Ausserdem habe ich eine Residenz in der Heimat.Ein ganz toller Club, der seit letztem Sommer offen ist. Wenn ich in Zürich unterwegs bin, trifft man mich im Kauz oder in der Frieda’s Büxe an.

Vielen herzlichen Dank für das Interview, Nicola!

Nico Wilde auf Soundcloud




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