Der aus Basel stammende Shiffer aka Patrik Schifferle ist mit seinen Produktionen mittlerweile nicht nur in der Schweizer Electronica Szene, sondern auch international ein fester Begriff. Bekannt machten ihn unter anderem seine Tracks auf Adriatiques’ Label Siamese oder dem deutschen Label Innervisions. 

Für Unsere Beweggründe hat er einen Podcast mit seinen eigenen Produktionen zusammengestellt und ist für ein Interview Rede und Antwort gestanden.

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Hoi Patrik!

Besten Dank für deinen äusserst interessanten und abwechslungsreichen Podcast, welchen du mit dem Titel «The World Is Cancelled» versehen hast. Was wolltest du mit dem Mixtape ausdrücken?

Einerseits wollte ich den Leuten in dieser doch sehr beklemmenden Zeit etwas Gutes geben. Auf der anderen Seite finde ich es auch die richtige Zeit, den Leuten zu zeigen, dass ich nicht nur an „Standard House Tracks“ arbeite. Ich versuche mich in vielen Richtungen, darunter auch Breakbeat oder Ambient. In diesen Mix habe ich also vieles gepackt, an dem ich in den letzten 2 Jahren gearbeitet habe. 



Der Mix besteht also ausschliesslich aus von dir produzierten Stücken. Du hast dich dazu entschieden, nur zu produzieren und nicht auch aufzulegen. Wieso?

Mir macht das Produzieren in erster Linie einfach viel mehr Spass als auf der Bühne zu stehen. Wenn ich sehe, wie Leute rund um den Globus zu meinen Tracks tanzen und Freude daran haben, dann gibt mir das eine wahnsinnige Genugtuung. 

Vor deinen ersten Releases hast du aber trotzdem bereits erste DJ-Erfahrungen gesammelt, richtig?

Genau. Ich bin mit Gianni Callipari und Olivan aufgewachsen und habe zusammen mit Ihnen die Begeisterung für elektronische Musik entdeckt. Mit Olivan begann ich zusammen aufzulegen (als Spiess n’Shiffer) und wir hatten Gigs in Clubs wie dem alten Nordstern, dem Schiff und auch in Zürich. 

Zu dieser Zeit entdeckte ich aber auch meine Leidenschaft für die Musikproduktion, was mir einiges mehr an Spass und Befriedigung gibt. 


Shiffer in der DJ-Booth vom Nordstern

Würdest du dich nun eher als Musiker oder Künstler bezeichnen?

Ich würde mich nicht als Musiker bezeichnen. Ich habe nie richtig ein Instrument zu spielen gelernt. Obwohl ich aus einer sehr musikalischen Familie stamme, gehöre ich nicht zu jenen Musikern, die bereits mit drei Jahren Beethovens 3. Klavierkonzert in Perfektion spielen konnten. *lacht* 

Für mich sind DJs generell keine Musiker, sondern eher Künstler. Als Produzent würde ich mich deshalb eher als Künstler bezeichnen, auch wenn das ein relativ breiter Begriff ist.

Als Produzent hast du bereits Tracks auf einigen namhaften Labels wie Innervisions, Siamese oder AYM veröffentlicht. Welche Projekte stehen bei dir als nächstes an?

Dieses Jahr wird noch eine EP von mir erscheinen. Genaueres kann ich noch nicht sagen. Dazu höchstwahrscheinlich noch ein Remix. 


Es tut sich etwas im Studio

Bei Adriatiques’ Label Siamese bist du auch noch anderweitig involviert. Inwiefern betätigst du dich für dieses Label und wie kam es dazu? 

Ich designe für das Label das Artwork, da ich gelernter Polydesigner bin und hauptberuflich als selbständiger Grafiker arbeite. Als Adriatique mich wegen der Musik ins Boot holte, als Sie an der Labelgründung arbeiteten, erstellte ich ein paar Ideen für das Grafikkonzept dafür. Danach übertrugen Sie die Arbeiten ganz mir.

Danke dir! Bleib gesund, produktiv und hoffentlich bis bald!


Fotos: Zur Verfügung gestellt

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