Anlässlich des anstehenden Lethargy Festivals mischte Mitorganisator und Zürcher DJ-Urgestein Styro2000 ein 90-minütiges DJ-Set für unseren hauseigenen Podcast.

«Als Mix gerne den seltsamen», schrieb uns Marcel Ackerknecht alias Styro2000 auf die Frage, welches der beiden DJ-Sets wir nun für unseren Podcast verwenden sollten. Der «Uriella Mix» passe besser zu seinen Antworten. Lange hat es gedauert, bis wir einen der erfahrensten DJs aus Zürich bei uns begrüssen durften. «Der Mann mit dem Lötkolben» wie es der Tages Anzeiger anlässlich seines 50. Geburtstags treffend formulierte. Ein Mann mit unendlicher Leidenschaft zur Musik und dennoch mit der nötigen Unbeschwertheit, die in der heutigen Zeit manch ein DJ vermissen lässt. Oder wie es Styro2000 selbst vor zwei Jahren in der NZZ sagte: «DJ nehmen sich viel zu ernst.» (Titelbild von Goran Basic / NZZ)

Dabei ist diese Aussage weit mehr als eine Floskel. Styro2000 lebt diese Leichtigkeit. Keine Allüren, alles echt. Beispiel gefällig? Als seine Ehefrau Nathalie Brunner aka Playlove im Klaus einen Gig hatte, stellte sich Styro2000 mitten auf die Tanzfläche. Ganz alleine, von der Musik getrieben. Auf die Frage, weshalb er inmitten der Meute tanzt und nicht, wie es heutzutage immer wieder vorkommt, in der DJ-Booth hinter oder neben seiner Frau steht, entweicht ihm nur ein ungläubiges, ja fast schon ein wenig schockiertes Lächeln: «Ich bin hier zum Tanzen.»

Zum Tanzen ist auch sein Mix. Doch bevor wir uns voll und ganz den Klängen seines 90-minütigen Mix widmen, durchlöcherten wir ihn mit ein paar kurzen Fragen, die er in gewohnter Styro2000-Manier parierte. Seltsam eben.



Erste Platte: «The Sardine Can» – eine ergreifende englische Märliplatte von der wunderbaren Freundschaft einer (leeren) Sardinendose und einer Krabbe.

Grösse deiner Plattensammlung: 1 Platte (hat dafür drei Seiten) (den Rest hab ich Christofer S. zum verbrennen geschenkt).

Ich lege auf mit: Was grad rumliegt und Krach macht, Spieluhren, Walkman, Phonograph

Mein längstes DJ-Set: seit Anbeginn des Universums und immer noch dran…

Wenn ich nicht gerade mit dem Lötkolben herumrenne…: arbeite ich an meiner Erleuchtung und quatsche gern zwischendrin irgend Schwachsinn daher…

Diese Lethargy bleibt mir besonders in Erinnerung: kann mich an keine erinnern, habe alle verdrängt, vermutlich PTBS

Die Street Parade finde ich: toll

Dein Lieblingsplätzchen im Zürcher Nachtleben: wenn’s gute Musik & nette Menschen hat und nicht allzu hell ist…

Dein Lieblingsplätzchen in Zürich: Hardbrücke, Montag morgens um 6 Uhr

Wenn ich in Zürich etwas ändern könnte: die Zeit auf 1998 zurückdrehen und fixieren…

Diese(r) Künstler(in) bekommt in Zürich und Umgebung zu wenig Beachtung: alle!

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