Für Mix Nummer 30 in der Talents Mixreihe richten wir unsere Ohren nach langer Zeit wieder Mal in Richtung Ostschweiz. Von dort kommen nämlich die beiden St. Galler Plattenleger Benj und Andi alias The Toyboys. Gemeinsam mischten sie uns einen gehaltvollen Mix und stellten sich ausserdem wacker unseren Fragen im Interview.

Viel Spass damit!

The Toyboys auf Soundcloud


Künstlername: The Toyboys
Kanton: St. Gallen
Alter: Beide 27
Homebase:
Hangar 11, Kugl

Aus welchen Künstlern besteht The Toyboys?

Beide: The Toyboys besteht aus Andreas Braun (Tonga) und Benj Lutz (Polonium88). Wir sind beide 27 Jahre alt.

Wie lange gibt es euch in dieser Formation? Wie lange einzeln?

Beide: Uns gibt es seit gut drei Jahren als The Toyboys. Andi legt seit 6 Jahren auf, Benj seit ca. 11 Jahren.

Wann seid ihr zum ersten Mal in Berührung mit elektronischer Musik gekommen?

Benj: Mein erster Kontakt war vor langer Zeit. Dazumal an einer Party von meinem ältesten Bruder Phil in Dietlikon im ehemaligen Groove in. Hier merkte ich, dass dies meine Musik werden sollte.

Andi: Musik war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Zur elektronischen Musik kam ich allerdings eher später durch befreundete DJs.

Wie ist eure Leidenschaft entstanden?

Benj: Ich interessiert mich fortan für die CD Sammlung meines Bruders und hörte eine um die andere durch. Der entscheidende Schritt zum Techno war der Mix von Magda „She’s a dancing machine“. Auch heute noch ein absoluter Favourite von mir. Auch dank Pokerflat und diversen Cocoon Geschichten baute ich meine Leidenschaft stetig aus. Zudem ging es zu dieser Zeit noch wirklich ums Clubbing an sich. Da gab es noch wenig aufwendige Lichtshows oder fliessende Wasserfälle in den Clubs wie heute 😉 . Ein dunkles Loch, genug Nebel, ein paar Strobos und natürlich eine fette Anlange, wo der richtige Groove raus pumpte, reichte aus.

Andi: Ich finde es faszinierend, wie die elektronische Musik viele verschiedene Menschen zusammenbringt. Es treffen die unterschiedlichsten Leute aufeinander und lassen für einige Stunden alle Alltagssorgen hinter sich. Ich sehe mich dabei jeweils wie eine Art “Reiseleiter“, der durch den Abend führt. Die vielen unterschiedlichen Facetten der elektronischen Musik ermöglichen es, viele verschiedene Emotionen auszudrücken und dadurch eine Geschichte zu erzählen. Die Momente, in denen das Publikum voll auf deine Musik eingeht und sich nur noch treiben lässt, sind für mich einer der wichtigsten Momente beim Auflegen.

Wo ist eure Homebase? Wo trifft man euch am meisten an?

Beide: Unsere Homebase, beziehungsweise Stadt, ist Wil in der Ostschweiz. Zudem gehören wir zur Resident Family des Hangar 11 in Winterthur sowie im Kugl in St. Gallen. Dann gibt es natürlich die regelmässigen Bookings von Ost bis West in diversen Clubs wie dem Café Gold. Seit letztem Jahr veranstalten wir auch unsere Wolkäkratzer Parties im Club L’étage in Wil. Diese findet immer am letzten Donnerstag des Monats statt. Wir machen auch Specials an Wochenenden, mit internationalen Künstlern oder Schweizern, die uns am Herzen liegen im Rahmen der Wolkäkratzer Reihe.

Veränderung in der Szene, seit euer Debüt?

Beide: Bewegung ist immer gut. Wir sind nicht die Typen Menschen, die immer alles schlecht reden.

Könnt ihr uns von euren speziellsten Momenten erzählen, die ihr beim Auflegen erlebt habt?

Benj: Wir haben letztes Jahr in St. Gallen nach einem Headliner aufgelegt. Dieser war bereits um halb 3 fertig, weil er noch zu einem 2. Gig in Zürich musste. Man sagte uns, dass die Leute dann ziemlich zügig nach Hause gehen und wir ca. nur bis 4 Uhr Auflegen müssen, obwohl der Club bis 06.00 geöffnet hat. Schlussendlich hatten wir eine fantastische Stimmung mit vollem Club bis 06.00 und waren danach ziemlich überwältigt.

Andi: Da gibt es natürlich viele. Ganz besonders sind die Momente, in denen sich das ganze Publikum voll und ganz auf die Musik einlässt. Wenn ich die Leute mit geschlossenen Augen tanzen sehe und sie sich nur noch von der Musik treiben lassen, dann ist das jedes Mal ein sehr spezielles Erlebnis.

Schlimmstes Erlebnis beim Auflegen?

Benj: Kürzlich als wir an einer Katermukke Nacht das Intro für Britta Arnold und Outro nach Dirty Doering gespielt haben. Unsere Soundkarte ging in der Zeit als Doering aufgelegt hat kaputt. Natürlich merkten wir dies erst beim Übernehmen. Doerings Track war ausgelaufen. Ich begann das Set und nach 10 Sekunden war der Sound weg und die Meute unten starrte trotz allem noch gut gelaunt hoch. Wir versuchten es noch zwei Mal und es passierte dasselbe. Andi kramte seine Sticks hervor und es lief. Ich suchte ebenfalls meine Sticks, bemerkte aber rasch, dass ich diese in der anderen Jacke, die ich kurz bevor ich das Haus verliess, vergessen habe.

Andi: dito. Grundsätzlich wenn die Technik nicht funktioniert.

Mit was legt ihr auf?

Benj: Ich spiele überwiegend Traktor Scratch mit CDJs. Ich denke in Zukunft werde ich ab und zu auch mal ein Stick benutzen.

Andi: Traktor Scratch mit Vinyl. Da in vielen Club’s dies allerdings immer schwieriger wird auch immer häufiger mit CDJ.

Meine Musik in Worten beschrieben?

Benj: Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann, worüber zu Schweigen jedoch unmöglich ist.

Andi: Ich denke sehr unterschiedlich. Kommt ganz auf die Situation und Spielzeit an. Im Gegensatz zu meiner Anfangszeit werde ich allerdings immer langsamer und ruhiger.

Top 3 Ausgehtipps in der Schweiz?

Benj: Zukunft ist für mich immer ein Highlight. Vision gibt‘s leider nicht mehr und dann wird‘s schwierig. Kann mich nicht festlegen.

Andi: Zukki ist für mich auch ganz klar eine der Top-Adressen. Wo man mich auch hin und wieder trifft, ist im Kauz oder in der Kiste.

Etwas, dass ihr noch erwähnt haben möchtet?

Benj: Einige sprechen uns darauf an ob wir ein Paar sind. Das sind wir leider nicht. Obwohl wir eine WG zusammen bewohnen, haben wir beide eine Freundin 🙂

Andi: Pssst…! Benj, hesch jetzt das müäsä sege mit de Fründine!!



 


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