Das Künstlerduo III veröffentlicht am kommenden Freitag, 6. März sein gleichnamiges Album «III». Wir nutzten die Gelegenheit, mit den beiden Dominiks über ihren Longplayer zu plaudern. Zudem präsentieren wir «Embrace» als Premiere.

Was geschieht, wenn ein Multiinstrumentalist und Songwriter auf einen Produzenten und DJ trifft? Die Antworten auf diese Frage liefern Dominik Wagner und Dominik Traub ab nächstem Freitag gleich selbst. Auf underyourskin records erscheint dann ihr zehn Tracks starkes Album «III». Bevor es aber soweit ist, baten wir die zwei Dominiks zum kurzen Gespräch über ihren ersten Longplayer. Dabei kam Spannendes raus.

Und übrigens, besonders der zweite Dominik im Bunde sollte unserer Leserschaft als Dandara alles andere als unbekannt sein. Viel Spass!

Drei (III) auf Beatport



Nicht mehr lange und euer Debütalbum «III» ist draussen. Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Wir haben uns beim Studium zum Grundschullehrer in der Schweiz kennengelernt. Da wir beide den gleichen Vornamen haben, war vorprogrammiert, dass man aufeinander aufmerksam wird. Dominik Wagner, der Multiinstrumentalist und Songwriter, und Dominik Traub, der Produzent und DJ. Wir haben uns dann Mal getroffen, um ein bisschen Musik zusammen zu machen und es hat sofort gepasst. Im Keller von Domi T.’s Wohnung ist der erste Song entstanden, der absolut furchtbar war. Ein Mix aus Singer-Songwriter, Dubstep und sonst allen Stilen, die uns eingefallen sind. Wirklich grausame Musik, aber der Kontakt und die Freude an der Musik war da. Daraufhin haben wir für einander immer wieder kleine musikalische Gefallen gemacht. Der eine wollte lernen, wie man Beats baut, der andere brauchte für seine Musik immer wieder Texte, einen Sänger oder Instrumentalisten und so kam es zu vielen kleinen Kooperationen.

«Wir machen Musik zum Nachdenken, Geschichten erzählen, die immer wieder überrascht und immer wieder auch tanzbar wird.»

Und dann führte das eine zum anderen und schliesslich zum gemeinsamen Album?

Irgendwann philosophierten wir über „Bon Ivers“ Album und entschieden, wenn der Typ so verschiedene Stile in einem Album kombinieren kann, dann könnten wir das auch Mal versuchen. Der erste Song „Parking Lot“ ist entstanden und uns war klar, wir wollen mehr davon. Mittlerweile produzierte Domi W. für Kirchen christliche Alben und wurde damit relativ erfolgreich. Domi T.’s wurde als Downtempo Produzent und DJ eine echte Hausnummer und bereiste mit seiner Musik die Welt. Wir glauben aber beide fest an den Erfolg von III und bemerken immer wieder, dass diese Musik für uns einfach was Besonderes ist. Gerade daher, dass wir so unterschiedlich sind und offen für die Einflüsse und Art des anderen.

Das Label, auf welchem «III» erscheint, ist für elektronische, tanzbare Musik bekannt. Eure Musik klingt anders, als der restliche Katalog.

Es war nie unser Ziel, Club-Musik zu machen. Vielmehr wollten wir experimentieren, frei ausprobieren, Fehler machen, umändern und neu zusammenwürfeln. Bei manchen Songs entstanden so tanzbare Beats, bei anderen eher atmosphärische Flächen. Wir machen Musik zum Nachdenken, Geschichten erzählen, die immer wieder überrascht und immer wieder auch tanzbar wird. Unsere Musik macht zu viele „Umwege“, um auf einem Rave oder im Club dauerhaft tanzbar zu sein. Und das ist auch gut so. Wir haben durch Remixe unserer Songs ein live Set parat, welches das dauerhafte Tanzen gewährleistet. Aber auf dem Album war uns wichtig, dass der Gedanke hinter den Songs, die echten Geschichten aus dem Leben kompromisslos transportiert werden. Dafür braucht unsere Musik Pausen, pulsfreie Elemente und eine Menge seltsamer Geräusche.

«Wir haben durch Remixe unserer Songs ein live Set parat, welches das dauerhafte Tanzen gewährleistet.»

Welche Geschichte möchtet ihr anhand eures Albums erzählen?

Das Album handelt inhaltlich viel vom Reisen und der Rückkehr. Als Dominik W. 2015 in Neuseeland war, wurde er innerlich taub. „Ich war im wohl schönsten Land, was man sich vorstellen konnte, wurde aber einfach nicht richtig glücklich. Ich stehe am Strand, atme ein, aber spüre nichts. Ich meine nicht das traurige, sondern wirklich das gleichgültige Gefühl. Als ich dann wieder in Deutschland war und hinter meinem Elternhaus durch das Kornfeld lief hatte ich das Gefühl, Gott pustet mir die Seele mit Glück durch. Ist schwer in Worte zu fassen. Vielleicht gerade deshalb wurden unzählige Zeilen zum Reisen, Taubsein, wegrennen und dem Meer geschrieben“.

Das Album an sich ist wie ein Mosaik aus Tagebucheinträgen. Wer das Album als Ganzes verstehen will, muss sich mit jedem Lied einzeln auseinander setzen.

Ist eine Tour mit Live-Performance geplant?

Um das Album zu präsentieren, gehen wir auf eine Deutschland Reise. Wir spielen in verschiedenen Städten. Wir haben unser Set in zwei Varianten aufbereitet. Einmal ein clubbiges und einmal ein live Konzert mäßiges Set. Dadurch ermöglichen wir es den Veranstaltern uns so einzusetzen, dass es zu ihnen passt. Für uns war es spannend, die von uns schon hunderte Male gehörten Songs in einem neuen Licht in Clubs zu präsentieren. Wir sind gespannt auf die Reaktionen der Zuhörer, wobei wir – um ehrlich zu sein – das Album an unseren bisherigen Auftritten zu einem Großteil schon testen konnten. Jetzt kann man aber endlich auf die Frage „wer seid ihr und wo kann man eure Musik hören“ eine gescheite Antwort geben und nicht immer nur sagen „kommt bald“.

Und was steht in naher Zukunft so an?

Wir wollen mehr und sind schon an einer Folge-EP am Arbeiten. Aber wie die klingt, ob sie clubbiger ist, oder auch Mal ein deutscher Song aufpoppt, ist noch ein Geheimnis.

Da freuen wir uns drauf!


Artikelbild: zur Verfügung gestellt

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.