Letzte Woche informierte das Bundesamt für Gesundheit über die hohe Ansteckungsgefahr in Clubs. Nun geben sie in einer offiziellen Stellungsnahme zu: Hoppla, das war wohl ein Fehler.

Dass Clubs und andere Lokale in den letzten Wochen als Brandherd für Corona-Ausbrüche dargestellt wurden, haben wir wohl alle mitbekommen. Ein paar wenige Fälle führten letztlich auch dazu, dass Kantone wie Aargau, Basel und Schaffhausen wieder starke Restriktionen eingeführt haben (wir berichteten).

Erst diesen Freitag hiess es noch,  41,6%(!!) aller rückverfolgbaren Fälle gingen auf einen Clubbesuch zurück. Eine unglaubliche Zahl. Nun aber die Kehrtwende des BAG. Heute gab das BAG zu, dass die veröffentlichten Zahlen fehlerhaft sind.

Anstelle von 41,6 Prozent werden nur 1,9 Prozent aller rückverfolgbaren Ansteckungen auf einen Clubbesuch zurückgeführt.

Quelle: BAG

Auch bei den Zahlen für andere Ausgehlokale hat man falsche Fakten kommuniziert. Die Ansteckungen in einer Bar oder in einem Restaurant betragen gemäss BAG nicht 26,8 Prozent, wie am Freitag publiziert, sondern lediglich 1,6 Prozent. Deutlich grösser als im Club oder in der Bar ist gemäss den korrigierten Zahlen die Gefahr, sich bei einem Familienmitglied anzustecken.

Immerhin hat das BAG diese Zahlen nun korrigiert und in einer offiziellen Stellungsnahme mit dem Namen „Korrektur: Hauptansteckungsort ist das familiäre Umfeld, nicht die Clubs“ veröffentlicht. Abschliessend im Teaser-Text heisst es auf der offiziellen Seite des BAG: „Das BAG entschuldigt sich für diesen Fehler!“

What a time to be alive!


Artikelbild: Wikipedia

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