Am Freitag, 3. April öffnet der «VR»-Kauz seine Pforten. Was das genau bedeutet, erklären wir hier im Artikel. «Club Dihei» überträgt die DJ-Sets im Live-Stream!

Okay, Hand aufs Herz. Kannst du dich noch an deinen letzten Ausgang erinnern? Genau, schon eine ganze Weile her. Und es sieht auch nicht so aus, als ob sich dieser Zustand in den nächsten Tagen und Wochen ändern sollte. Darum kommt der «Virtual Reality» Kauz gerade recht!

Zugegebenermassen hätten wir nie im Traum daran gedacht, über ein solches Projekt überhaupt zu berichten. Doch sind wir ehrlich. Wir hätten uns auch nie erträumt, dass sämtliche Schweizer und europäische Clubs gleichzeitig geschlossen sind. Aus diesem Grund öffnet mit dem Kauz diesen Freitag, 3. April der erste «Virtual Reality» Club der Schweiz seine Pforten.

Kauz goes Second Life

Lanciert hat das ganze Projekt Urs Brauchli, langjähriger Stammgast des Kauz. Seitdem Lockdown hat er unzählige Stunde damit verbracht, sein Lieblingsort im Zürcher Nachtleben nachzubauen. Realisiert hat er das Ganze in Second Life. Wir konnten bereits einen Augenschein nehmen und es sieht bombastisch aus – zu viel möchten wir aber noch nicht verraten, darum auch nur ein Bild des Clubs!

Heute lädt der Kauz zur gemeinsamen, virtuellen Party ein. Das Einzige, was du als Gast benötigst, ist ein Notebook/PC mit Second Life sowie ein Konto bei SL. Wie das Ganze funktioniert, hat der Kauz in einer einfachen Beschreibung, niedergeschrieben.

Spendenaktion für «Stand by me Lesvos»

Wie das virtuelle Opening verlaufen wird, weiss bis jetzt noch niemand – interessant wird es aber allemal. Und für alle, die sich nicht ins Second Life wagen, überträgt unser Club Dihei die Sets von Nebur, Aramiss, Fabulus und Loi & Bär live ab 22.00 Uhr. Dazu steht die ganze Clubnacht im Zeichen einer Solidaritätsaktion für die Organisation «Stand by me Lesvos». Die ganze Nacht hindurch kann über unsere Seite für das griechische Hilfsprojekt gespendet werden.


Hier das Statement des Kauz:

«Für den Kauz ist vorerst mal gesorgt – wir wollen uns ganz herzlich bei Allen bedanken die uns unterstützt haben ♥, mehr dazu folgt noch – mit dem Crowdfunding konnten wir unsere laufenden Kosten fürs Erste abdecken. Wir haben das Glück, in einer Gesellschaft zu leben, in der unsere Community genug Mittel aufbringen kann, um uns in dieser Zeit beizustehen. Andere Menschen stehen nicht auf der gleichen Seite. In Zeiten von Corona sind zwar alle gleich, aber ein paar halt doch gleicher.
Im Refugee-Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos leben aktuell 20’000 Migrant*innen – gebaut wurde es für 3’000. Es mangelt an WCs, medizinischer Versorgung, Essen, Dächer über den Köpfen … Diese unmenschlichen Zustände sind das Resultat der europäischen Migrationspolitik. Sie könnten heute beendet werden. Diese Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten, schon gar nicht jetzt. Wir sammeln darum für die Orgaisation „Stand by me lesvos“, die gemeinsam mit den Bewohner*innen des Lagers die nötigsten Vorkehrungen im Kampf gegen den Coronavirus zu treffen versucht: https://standbymelesvos.gr/support-us/

Leider haben genau solche Orte im Rahmen der Coronakriese noch weniger Aufmerksamkeit bekommen als sonst. Alle Menschen die gegen ihren Willen auf griechischen Inseln festgehalten werden sollen selbstbestimmt weiterreisen dürfen – jetzt mehr denn je, denn wir wollen uns nicht ausdenken was passiert, wenn sich der Virus auf diesem und anderen Hotspots ausbreitet.»


Artikelfoto: Screenshot VR Kauz (Second Life)

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