Ab Donnerstag gelten wieder neue Regeln für Clubs: 100 Gäste-Limite oder Maskenpflicht. Für die Clubs gab es darauf nur eine Antwort.

Die neuen Bestimmungen der Zürcher Regierung treffen einmal mehr die Bar- und Clubbetriebe. Nach den letzten harten Monaten kann es sich wohl kaum ein Betrieb leisten, wieder zu schliessen oder seine Gästezahl auf 100 Personen zu begrenzen.

Deshalb hat sich die Bar- und Klubkommission Zürich (BCKZH) und die dazugehörigen Clubs dazu entschieden, sich den notwendigen Forderungen zu stellen und eine Maskenpflicht in allen Lokalen über 100 Personen einzuführen. Dass es nicht wirklich eine Entscheidung, sondern eher ein Zwang war, beschreibt die BCK mit folgenden Worten:

Aufgrund der desaströsen finanziellen Situation, in der sich viele Nachtunternehmen befinden, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auch diese Challenge äusserst kurzfristig anzunehmen und umzusetzen. Dabei sind wir im Besonderen auch auf die Mithilfe unserer Gäste angewiesen.

Ab morgen Donnerstag empfehlen wir bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 100 Personen (wo die Distanzregel nicht eingehalten werden kann) eine Maskenpflicht. Ohne Maske – keine Party! 

Eine theoretische Lösung ist also nun gefunden, doch jetzt geht es um die Umsetzung. In Städten wie Basel funktioniert es bereits sehr gut, dennoch könnte es eine Schwierigkeit darstellen, dass die Clubs auch mit Maskenpflicht noch gut besucht werden und somit überleben können.

Maskenpflicht statt Quarantäne?

Das Contact Tracing wird von allen betroffenen Clubs weiterhin betrieben, was auch gut ist. Doch da alle Gäste in einem Club eine Maske tragen, müssen diese im Falle eines Corona-Falles im Club nicht mehr in Quarantäne. So hat die Maskenpflicht also eigentlich nichts anderes getan, als die Quarantäne zu ersetzen. Ob das Sinn ergibt?

Über Sinn und Zweck von Verordnungen und Lösung lässt sich in diesen Zeiten endlos diskutieren. Doch was man immerhin mit Klarheit sagen kann, ist dass Zürcher Clubs wie zum Beispiel das Hive, der Supermarket, das Exil und auch Klaus wie geplant geöffnet haben – nur halt mit Maske.


Foto: pixabay.com

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