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…und wer sonst ausser dem goldenen Café an der Langstrasse gibt hierfür den besten Einblick? Nachdem letzte Woche „Himmel und Hölle“ los war und sich Moonbootica als Hauptakteur dieses Intermezzos schuldig bekannte, war es nun an der Zeit einen ganz grossen Fisch an Land zu ziehen. Doch alles der Reihe nach, es wäre ein Jammer die Überraschung schon so früh preiszugeben.

Trotz der klirrenden Kälte und dem Wind, welcher durch Zürichs kriminellste Strasse heulte, war die partywütige Meute wieder in Scharen unterwegs. Obwohl zahlreiche Etablissements uns mit ihren beschaulichen Aussendekorationen zu verführen versuchten, ging es für mich und meine Anhängerschaft zur Königin der heutigen Nacht. Die Königin, welche mit dem goldenen Löffel ihren Kaffee zu den tiefen Bässen des Untergrunds rührt. Doch genug der Metaphern und Verherrlichungen.

Kurz nach Mitternacht und ein bisschen beschwipst von der Aufregung, befanden wir uns dann auch endlich vor dem Clubeingang. Wie schön nicht an der Abendkasse anstehen zu müssen, da sich eine riesige Schlange davor aufbaute. Mit unseren dunklen Motiven an den Handgelenken und zappelnden Beinen trappelten wir runter zur Garderobe, um die letzten Kleiderbügel zu ergattern. Ich muss an diesem Punkt zugeben, dass es mein erstes Mal im Café Gold war. Da mir durch und durch nur Positives vom Technokeller berichtet wurde, waren meine Erwartungen und die Messlatte dementsprechend hoch angesetzt. Nach dieser Nacht konnte man die Messlatte gleich in den Müll werfen, so unglaublich wurde sie übertroffen.

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Wie der Brauch es so wollte, gingen wir zielstrebig zur Theke und bestellten gleich einen Café-Gold-Shot, um unsere Premiere im Club zu feiern. Doch siehe da! Ist das tatsächlich Richie Hawtin hinter den Decks? Nein, ganz und gar nicht. Es ist Beda und er sieht ihm verdammt ähnlich und legt dazu verdammt gut auf. Ein wirklich gelungener Auftakt für die noch so junge Nacht.

Um eins gings weiter mit Styro2000 (welcher zufällig der Götti einer Bekannten ist) und seinem unverkennbarem Sound. Ende März feiert er seinen 51. Geburtstag und versprüht nach drei Jahrzehnten immer noch eine unglaubliche Energie. Spätestens bei seinem Set fingen die ersten Schweisstropfen an zu fliessen. Dass der gebürtige Zürcher die Technokultur der Limmatstadt wie kaum ein anderer geprägt hat, ist wieder einmal deutlich zu spüren. Da dieser öfters im Umkreis der Stadt auflegt, ist es für jedes Stadtkind und Liebhaber der „Bum-Bum-Musik“ fast ein Muss ihn dabei einmal live erlebt zu haben. Nochmals tausend Dank für die magischen Momente, Styro!

Cafe Gold

Doch nun kommen wir zum elektronischen Leckerbissen des Samstagabends. Bekannt für ihre exzessive Live-Auftritte und tieffrequenten Basswellen erwiesen uns Arne Schaffhausen und Wayan Raabe aka Extrawelt alle Ehren. Von Beginn an wurde das Publikum in Trance versetzt und stampfte unaufhörlich zu den polternden Kickdrums. Jeder der bisher nicht in Stimmung gekommen war, löste sich davon und fing schlagartig an zu tanzen. Der ganze Club bebte. Geist und Körper waren von allen Sorgen befreit und gerieten durch die wundersamen Melodien der Hamburger in einem ekstatischen Zustand. In der Hälfte des Sets schlängelten wir uns ganz nach vorne, um Arne und Wayan von ganz nah zu erleben. Inmitten vom Kabeldschungel und den ganzen Oldie-Geräten wussten die Architekten, wie das allgemeine Volk zu bändigen war. Es war wieder ein grossartiger Auftritt und ein schöner Einblick in die neue Extrawelt. Uns hat’s gefallen, dem rappelvollen Café Gold hat’s gefallen.

Auf ein Weiteres!


Geschrieben von Pfuusebaer – Verträumter Limmatstädtler mit Herz für elektronische Musik, immer auf der Suche nach der perfekten Party. Mal hier, mal da – catch me if you can 🙂

Pfuusebaer


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