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Am letzten Wochenende im Juli war es soweit. Auf dem Reitplatz Areal fand das dritte «FFF Verusse.» Festival statt. Das kleine, aber feine Festival und wahrscheinlich einzig elektronische Festival in der Umgebung von Winterthur hat auf ganzer Linie überzeugen können. Insbesondere die Dekoration und die Passion der Macher, die man auf dem Gelände regelrecht spüren konnte, waren dafür ausschlaggebend. Unser Redakteur Cédric hat dem liebevollen Festival ein Besuch abgestattet.

Der Wetterbericht am Samstagmorgen trübte meine eigene, leicht euphorisierte Stimmung auf das Festival ein wenig. Spätestens aber als ich mich pünktlich zum Festivalgelände bewegte, ist sie dann auch schon wieder verflogen. Die Leute hinter dem Partylabel «Friede Freude Freitag» und «Verusse.» haben, wie schon vor einem Jahr, ein Festivalgelände mit sehr, sehr viel Liebe zum Detail aufgebaut. Es war ein Märchenland, in welchem gutes Essen, kühle Getränke, ein wunderschöner Chill-Out Bereich und coole Mukke auf die tanzfreudige Winterthurer Community wartete. Besonders hervorheben sollte man an dieser Stelle den wunderschön gestalteten Chill-Out Bereich von Viva Colores und Lö qlüp. Mithilfe von alten Holzpaletten wurden jede Menge Sitz- und Hängemöglichkeiten errichtet, die derart zum Verweilen eingeladen haben, dass man sich kaum einen freien Platz ergattern konnte. Den Hunger stillen konnte man beispielsweise bei den exquisiten und liebevoll zubereiteten Hot Dogs von Frau Hund. Die Glitzerfeen haben auch ihr Unwesen getrieben, schminkten und stylten sie doch so viele der Festivalgänger*innen. Wie schon letztes Jahr sorgte ein zentral aufgestellter Wegweiser dafür, dass man auf dem kleinen und eigentlich auch übersehbaren Gelände stets den Überblick behalten konnte.



Mit besonderer Vorfreude hatte ich Francesco Del Garda aus dem Nachbarland Italien erwartet, der für die letzten zwei Stunden zuständig war. Für das Warm-Up war hingegen ein anderer zuständig. Die Rede ist von Sebastian Eduardo, ein «all time favorite» von Booker Sam Jost und seiner FFF-Crew. Seine Sache grundsolide erledigt, übernahm der ebenfalls aus Winterthur stammende Kintaro 89. Er haute in regelmässigen Abständen House-Klassiker raus und spielte ein wunderbares Set. Sehr konzentriert und mit seiner Passion für elektronische Musik wusste er den in der Zwischenzeit gut gefüllte Dancefloor mit seinen besten Platten zu verwöhnen. Ein Ohrenschmaus!



Mit Thomas Wood und dem Deutschen Markus Sommer von Pager Records ging es anschliessend im gleichen Stil weiter. Markus Sommer spielte genau das, was von einem Robert Johnson Resident erwartet werden durfte. Der Labelhead ist nebenbei ein mindestens ebenfalls so guter Produzent und wusste mit seinem Set am frühen Abend das Winterthurer Publikum in Schwung zu halten. Obwohl es im Verlauf des Abends zu regnen begann, blieb die Stimmung auf einem guten Level. Die Organisation wusste zudem Pavillons aufzustellen, was den Tänzer*innen Regenschutz geboten hatte. Um 21:00 Uhr war es soweit und Francesco del Garda durfte während zwei Stunden seine Selector-Skills zum Besten geben. Und genau das gelang dem gut 40-jährigen Italiener ausgezeichnet! Mit einer guten Mischung zwischen groovigem, 90er-inspirierten House, treibenden Techno-Beats und viel Funk gab er uns eine Lehrstunde in Sache elektronischer Tanzmusik.



Der zweite Tag startete erneut pünktlich um 13:00 Uhr. Das DJ-Duo André Marvin aus Zürich durften als Erstes ran und ihr unbestrittenes Talent zeigen. Leider war das Wetter an diesem Tag schlecht und es fanden weniger Leute den Weg zum Reitplatz. Auch basement.suite musste insbesondere im Vergleich zum Vortag zu relativ wenig Personen performen. Nach 18:00 Uhr durfte CCO sein mit einem Modularsystem unterstütztes Live-Set spielen. Seine Performance wird wohl am besten durch die treibenden Bässe und seinen avantgardistischen Stil beschrieben. Auf jeden Fall sehr gelungen! Zürichs Lokalmatador Kalabrese durfte als Letzter ran. Der Zürcher war für einen versöhnlichen Abschluss zuständig, bevor um 23:00 Uhr das zweitägige Festival sein Ende gefunden hatte.

Abschliessend darf festgehalten, dass «FFF» und «Verusse.» ein Event auf die Beine gestellt haben, der in Winterthur und Umgebung seinesgleichen sucht. Besonders hervorzuheben darf man die Deko, die mit vielen Details auf dem Gelände eine aussergewöhnlich harmonische Stimmung erzeugt hatte. Für das nächste Jahr möchte man aber wieder in die Nacht hineinfeiern dürfen, wie dies im letzten Jahr der Fall war.

Wir freuen uns auf das nächste FFF Verusse. Festival und schwelgen in tollen Erinnerungen!



Alle Bilder von Friede Freude Freitag zur Verfügung gestellt


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