Am Samstag, den 4. August 2018, hat auf dem Reitplatz in Winterthur ein kleiner aber feiner Day- & Night-timer stattgefunden. Der 16-stündige Rave hat auf ganzer Linie überzeugt und die tanzfreudigen Tänzer*innen nach der erstmaligen Ausgabe im Sommer 2017, erneut begeistern können. Aber alles der Reihe nach.

Bei sommerlichen Temperaturen von gut 30 Grad Celsius hat um exakt 12:00 Uhr der ganze Spass begonnen. Die Leute hinter dem Partylabel Friede Freude Freitag, vor knapp sechs Jahren ins Leben gerufen, haben ein Festivalgelände mit sehr, sehr viel Liebe zum Detail erschaffen. Für die Dekoration zuständig waren die Leute hinter Viva Colores und Lö qlüp, die es nur zu gut verstanden haben, die Stimmung damit positiv zu beeinflussen.



Die Macher der Friede Freude Freitag (FFF) Veranstaltungen haben jede Menge Herzblut reingesteckt, was jedem Festivalgänger bewusst wurde, sobald er das Gelände betreten hatte. Wie es sich für ein Festival gehört, wurden auch die Rahmenbedingungen keinesfalls vernachlässigt. Für erstklassige Verpflegung sorgten die Mädels von Frau Hund mit ihren liebevoll zubereiteten Dutch Hot Dogs. Und da war auch noch dieser exzellente Gin der «Draft-Brothers». Wer sich einen gegönnt hatte, weiss bestimmt wovon die Rede ist. Die Glitzer-Feen des Kornhauses aus Winterthur sorgten für den perfekten Style, währenddem man sich, nur einen Katzensprung weiter, bei secondo streetwear Vintage-Kleider zu einem Spottpreis ergattern konnte. Ein zentral aufgestellter Wegweiser war zuständig, dass man auf dem kleinen Festivalgelände stets den Überblick behalten hatte.



Die Sonne brannte regelrecht vom wolkenlosen Blau herunter und aus diesem Grund verweilten viele Gäste den Nachmittag an der Töss, um sich (trotz des niedrigen Wasserspiegels) abzukühlen. Gegen Abend zogen vereinzelt Wolken auf und das Areal auf dem Sportplatz Reitplatz begann sich zu füllen. Kurzentschlossene Gäste, die den Vorverkauf versäumten, hatten die Möglichkeit für faire 25 Schweizer Franken ein Ticket an der Tages- beziehungsweise Abendkasse zu kaufen.

Soweit so gut. Aber es wurde auch noch Musik gespielt – und das über 16 Stunden lang. Den Startschuss hat Kintaro 89 gegeben, gefolgt von Beez & Simo (aka Marc Beez und Simon Frei), welche das Warm-up vorantrieben. Da sämtliche Künstler ihre Skills während zwei Stunden unter Beweis stellen konnten, stand um 16:00 Uhr das erste von insgesamt drei Back-to-Back Sets an. Christian Elefante und Luca Gerosa, beide aus Winterthur, waren für ein gut durchdachtes Set zuständig. Im gleichen Stil ging es mit Emre Ece und Guel weiter, welche die Tanzbeine zum Schwingen brachten und die Gäste verzauberten.



Auch Beutel wusste, was das Winterthurer Tanzpublikum mag und so brach gegen neun Uhr die Nacht hinein. Es wurde dunkel und die dutzenden Lämpchen auf dem Festivalgelände sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Um 22:00 Uhr war das Areal gut gefüllt und der Zürcher Alci übernahm das Ruder hinter dem DJ-Pult. Der Lokalmatador mit türkischer Abstammung spielte ein sehr variantenreiches 120-minütiges Set. Von Techno über House bis hin zu Funky hat alles seinen Platz gefunden. Die schier unermüdlichen Tänzer*innen feierten als gäbe es kein Morgen und schienen sich zu amüsieren. Spätestens als der eingeflogene internationale Headliner Afriqua um Mitternacht auftrat, wurden einige Gäste nahezu in eine andere Dimension katapultiert – anders könnte man die ausgelassene Partystimmung wohl kaum erklären. Der Mann aus Berlin, mit seinem unverwechselbaren Afro, machte seinem Namen alle Ehre. Die Leute hinter dem FFF-Label können sich für dieses Booking auf jeden Fall auf die Schultern klopfen, begeisterte er doch mit seinem unbestreitbaren Talent und seiner Passion für elektronische Musik.



Für einen versöhnlichen Abschluss waren And.re und Andison zuständig, bevor um 04:00 Uhr in der Früh die Party und somit ein toller 16-Stunden Rave sein Ende gefunden hatte.

Abschliessend bleibt festzuhalten, dass FFF ein Event auf die Beine gestellt hat, der in Winterthur und Umgebung seinesgleichen sucht. Besonders hervorzuheben darf man die Deko, die mit vielen Details auf dem Gelände eine aussergewöhnlich harmonische Stimmung erzeugt hatte. Leider konnte FFF die acht Sets, aufgrund technischer Probleme nicht aufnehmen, ansonsten hätte es für ubwg-Leser*innen eine Kostprobe gegeben. Nichtsdestotrotz hat der Event begeistert.

Wir freuen uns riesig auf die nächsten FFF-Events und schwelgen in den tollen Erinnerungen!



Alle Bilder von Friede Freude Freitag zur Verfügung gestellt.


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