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Zwischen Sihl und Zürcher Hauptbahnhof befindet sich der Kauz. Seit 2013 wird der Club mit viel Liebe zum Detail betrieben und bietet seinen Besucher*innen Woche für Woche ein abwechslungsreiches Programm. Doch aktiv ist der Kauz nicht nur nach Einbruch der Dunkelheit. Weshalb das so ist, haben uns die Köpfe hinter dem Kauz im Gespräch erklärt.

An der Ausstellungstrasse 21 wird Vielfalt und Qualität gross geschrieben. Die Macher*innen legen grossen Wert auf hochwertige Inhalte, die sowohl auf Beständigkeit, als auch auf Weiterentwicklung basieren: „Wir versuchen nebst dem Altbewährten, was uns immer noch sehr viel Freude bereitet, ideologisch am Ball zu bleiben“, erklärt Mitglied des Kern-Teams Ramon Wespe*. Ein gutes Beispiel dafür, seien die vergangenen zwei Jahre gewesen: „Nur weil die Clubs wenig oder gar nicht geöffnet waren, ist die Zeit nicht stehengeblieben. Unsere Besucher*innen haben sich gewandelt und so auch wir.“ Dies habe beispielsweise Auswirkungen auf Teilbereiche des musikalischen Programms gehabt. Auch tangiere die Entwicklung alte Formate oder Werte, welche überdacht und weiterentwickelt werden sollten, so Wespe. Im Club versuche man so vieles wie möglich so zu belassen, wie es sei – bauliche Massnahmen sollten keineswegs radikal sein, sondern zum Bestehenden passen, denn: „Die Wärme, das Analoge und Kuschelige sowie das Verspielte sind das Herz des Kauz und sollen es unbedingt auch bleiben.“

Vom Barbetrieb zum Club

Qualität findet sich auch in der Barkarte, die monatlich wechselt. Sorgfältig ausgetüftelt und kreativ angereichert, verwöhnen die Macher*innen ihre Gäste alle vier Wochen aufs Neue. Kein Wunder, war die Lokalität zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung ursprünglich als Cocktailbar angedacht. Aus Bar wurde schnell Club und doch habe man infrastrukturell nur leichte Veränderungen vorgenommen. „Im Gegensatz zu den Anfangszeiten haben wir uns programmatisch stark weiterentwickelt, von einem eher barorientierten Betrieb hin zu einem Club“, erklärt Wespe. Geblieben sei der Ansporn, immer wieder Erlebnisse zu schaffen, die über den normalen Clubbetrieb hinausgehen und in Erinnerung bleiben würden.

Das (unvollständige) Kern-Team des Kauz: Luca Hauser (links), Ramon Wespe (Mitte), Miklos Kündig (rechts) – es fehlt: Patrick Metzger (Bär)

Das Schaffen dieser Erlebnisse zeigt sich unter anderem im Musikprogramm des Kauz: Man bewegt sich zwischen mehreren Genres – House, Downtempo, Minimal und Disco sind regelmässig in den Line-Ups zu finden. In den letzten Jahren seien auch Techno, Dubtechno sowie breakige Abende hinzugekommen. „Wir waren und sind bemüht, wieder vermehrt tanzbare und ravige Musik im Club zu spielen, wollen aber in der sogenannten Ausgleichszone immer wieder auch Specials fernab von Tanzmusik geben“, so Wespe.

Man möchte für einmal den Alltag hinter sich lassen und nur noch hören, tanzen, lachen, unbeschwert diskutieren und so wenig Regeln wie möglich befolgen: Emotio statt Ratio.

Ramon Wespe, Kauz

Dankbarkeit und Unbeschwertheit

Die Varietät im musikalischen Programm ist auch hier im positiven Sinne auf die vielfältigen Bedürfnisse der Gäste zurückzuführen: „Unsere Gäste haben sich unserer Meinung nach erfrischend verjüngt. Somit haben wir jetzt ein sehr durchmischtes und je nach Event auch unterschiedlich altes Publikum. Dies schätzen wir sehr. Generell ist das Publikum unserer Meinung nach noch dankbarer geworden als schon zuvor und schätzt das soziale Konstrukt eines Clubs wohl noch etwas mehr. Dies hat ja teilweise während des Lockdowns allen gefehlt.“ Auch, dass man in einem Club aus dem Alltag ausbrechen und ohne Regeln hemmungslos Feiern könne, sei wohl vielen Clubgängern*innen noch bewusster geworden. „Man möchte für einmal den Alltag hinter sich lassen und nur noch hören, tanzen, lachen, unbeschwert diskutieren und so wenig Regeln wie möglich befolgen: Emotio statt Ratio.“

Beständigkeit, Wärme und Kreativität: Der Kauz Club

Der Club als Nährboden

Das Ausbrechen aus dem Alltag sei ein elementarer Bestandteil der Clubkultur, wichtig sei aber auch das Bewusstsein darüber, dass die Clublandschaft eine wichtige Rolle in Kultur und Politik spiele: „Gerade in Pandemiezeiten wurde klar, dass die Clublandschaft keine wirklichen politischen Vertreter*innen in der Politik hat. Denn auch wenn die Technokultur anfänglich der breiten Masse nicht (nur) als politisches Sprachrohr bekannt war, steht sie und somit auch die Clubs und deren Subkultur für mehr subkulturelle Freiräume, für einen diskriminierungsfreien Raum, für Offenheit gegenüber jeder Person.“ So sei man im Lockdown um die Zusammenarbeit und die Unterstützung mit und durch die Bar- und Clubkommission sehr froh gewesen, denn zu den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie könnten die Clubs der Allgemeinheit nun wieder etwas zurückgeben, erklärt Wespe. „Die Clubs schaffen einen Nährboden, damit Personen aus unterschiedlichen Kulturen, Gesellschaftsschichten usw. aufeinandertreffen und zusammen sein können. Sie schaffen ein Wir-Gefühl. Wenn all dies gelingt und in der Öffentlichkeit anerkannt wird, schaffen Clubs, beziehungsweise die gesamte Subkultur einen Ausweg aus der finanziellen Misere, welche die Pandemie zweifelsfrei hinterlassen hat.“

Die Macher*innen des Kauz leisten mit ihrem Tun einen wichtigen Beitrag zu einer offenen und toleranten Gesellschaft. „Wir möchten aufzeigen, dass es im Gegenzug zu einer immer schneller werdenden Wirtschaft auch Raum für Beständigkeit und Wärme geben darf.“ So steht der Kauz steht für das Analoge, das Warme, das Poetische und für musikalische Diversität abseits des Mainstreams. „Wir sind da, only for lovers – für alle, die eben lovers, resp. lovely sind“, betont Wespe.

Wir möchten aufzeigen, dass es im Gegenzug zu einer immer schneller werdenden Wirtschaft auch Raum für Beständigkeit und Wärme geben darf.

Ramon Wespe, Kauz

Der Club tut es also seinem Pendant aus der Tierwelt gleich und macht auf verschiedene Weisen auf sich aufmerksam – und all das am liebsten in der Nacht.

Random Fact: Im Untergeschoss des Kauz sind über 200 analoge Lampen verbaut.

*Ramon Wespe spricht im Interview stellvertretend für das gesamte Kern-Teams des Clubs.


Der Kauz ist Club des Monats im Februar. Das aktuelle Programm ist hier zu finden.


Artikelfotos: Aline Fürer

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