Im Rahmen unserer Medienpartnerschaft mit dem Polaris Festival 2016 hatten wir das Vergnügen ein kleines Skype-Interview mit César Merveille führen zu dürfen. César spielt an der diesjährigen Ausgabe des Polaris Festivals unter anderem mit dem Projekt CIKAYA, das er gemeinsam mit seinen langjährigen Freunden Luciano und Mirko Loko betreibt.

UBWG: Hallo César. Vielen Dank, dass wir dir ein paar Fragen im Zusammenhang mit dem Polaris-Festival stellen dürfen. Zum Beginn aber eine Frage zu dir; was steht gerade an und woran arbeitest du?

César Merveille: Salut Dino und danke ebenfalls. Ich habe vor einiger Zeit mein eigenes Vinyl-Only-Label „Roche Madame“ gegründet und werde da gegen Mitte bis Ende Januar den mittlerweile dritten Release herausbringen. Ich veröffentliche auf Roche Madame unter dem Pseudonym C.S.R – auf der neuen Scheibe wird auch Musik von Sam O’Somen zu hören sein. Ansonsten bin ich daran, ein Studio-Album mit Ryan Crosson fertigzustellen – das wird aber nicht im Bereich Techno sondern mehr Jazz, Modular sein. „Jazz-Avantgardiste“ beschreibt es wohl nicht schlecht. Wir haben unzählige Musiker aufgenommen: Kontrabass, ein Saxophon-Quartett, Trompete und vieles mehr. Wir haben noch nicht entschieden, wo und wann das Album rauskommt, sind aber daran ihm den letzten Feinschliff zu verpassen und freuen uns riesig darüber.


«Roche Madame ist ein echtes „self-made“-Label, das ich mit engen Kollegen betreibe.»


Kannst du uns noch mehr zu deinem Label „Roche Madame“ erzählen – was ist die Philosophie dahinter und welche Ziele verfolgst du mit damit?

Roche Madame ist meine kleine Oase. Die ersten Veröffentlichungen waren alle von mir, doch ich werde das Label nun öffnen und nach passenden Artists suchen. Roche Madame soll aber etwas eigenes bleiben, das ist mir wichtig. Das Label ist selbstfinanziert und somit selbstbestimmt. Die Distribution ist klein, privat und wird von einem Kollegen gemacht; auch für die Arbeiten im Background arbeite ich nur mit Freunden zusammen und mache beispielsweise Artwork und Ähnliches selbst. So bleibt es familiär und vor allem habe ich die Freiheit zu tun, was ich will. Roche Madame ist ein echtes „self-made“-Label, das ich mit engen Kollegen betreibe. Für die Zukunft bin ich auf der Suche nach Produzenten, die gemeinsam mit mir etwas Langfristiges auf die Beine stellen wollen.

Hat dein eigenes Label einen Einfluss auf dein langjähriges Engagement bei Cadenza?

Nein, überhaupt nicht. Cadenza ist seit Beginn meine Familie und wird es auch bleiben. Mit Mirko und Lucien bin ich viel unterwegs und verspüre auch immer Lust etwas für und mit Cadenza zu machen.

Kommen wir auf das Polaris Festival zu sprechen; du hast letztes Jahr an der Premiere gespielt. Was war für dich besonders am Festival?

Das Polaris Festival war eine unglaublich tolle Erfahrung, ein grossartiges Festival mit einer magischen Kulisse. Besonders gefreut hat mich, dass sehr viele Freunde aus Paris und Frankreich kamen. Generell waren sehr viele bekannte Gesichter und auch unzählige enge Freunde in Verbier. Das hat besonders Spass gemacht!


«Ich kann mich nicht entscheiden, alle drei Locations hatten ihren Charme und waren für sich perfekt.»


Das Polaris Festival findet im Mouton Noir auf 2200m, aber auch im ganzen Dorf in unzähligen verschiedenen Locations statt. Welcher war oder ist dein Lieblingsspot?

Ich hatte das Vergnügen mehrere Sets an verschiedenen Orten spielen zu dürfen, das war schon mal etwas Besonderes. Das b2b-Set mit Mirko im Le Rouge Après-Ski-Hüttchen war ein besonderes Highlight. Natürlich war auch das Set im ausverkauften Mouton Noir ein besonderes Erlebnis sowie der Auftritt unten in Verbier. Ich kann mich nicht entscheiden, alle drei Locations hatten ihren Charme und waren für sich perfekt.

César Merveille

An der diesjährigen Ausgabe spielst du unter anderem am Pre-Opening (Electronic Music Ride) am Donnerstag mit CIKAYA, das gemeinsame Projekt mit Luciano und Mirko Loko. Was bedeutet dieses Projekt für dich?

CIKAYA war eigentlich eine logische Konsequenz. Lucien, Mirko und ich spielen schon seit Jahren gemeinsam b2b und kennen uns alle sehr gut. CIKAYA sollte dies einfach unter einen Hut bringen und offizialisieren. Anstelle immer unserer eigenen Namen zu brauchen, haben wir so ein gemeinsames Projekt. CIKAYA ist sehr offen und ohne Restriktionen. Nichts wird vorbereitet. Alles entsteht und lebt im und vom Moment.


«…besonders gespannt bin ich auf das Live-Set von Carl Craig am Electronic Music Ride.»


Letzes Jahr war Laurent Garnier der Headliner des Festivals, dieses Jahr Richie Hawtin. Welches ist dein persönlicher Favorit neben den spannenden nationalen Acts?

Lass‘ mich kurz nachschauen wer alles spielt, damit ich keinen vergesse (lacht). Also: besonders gespannt bin ich auf das Live-Set von Carl Craig am Electronic Music Ride (Donnerstag). Moodyman wird sicherlich auch toll und D’julz ist immer ein Highlight, auch wenn ich ihn gut kenne und schon oft gehört habe. Ein weiterer Favorit ist Barac und auf das Set von Lil’Louis bin ich sehr gespannt, da ich ihn noch nie live gehört habe.

Was sagen wir unseren Lesern, die kein Ticket mehr ergattern konnten (Wettbewerb unten!) und César Merveille oder CIKAYA noch im alten oder bald neuen Jahr sehen möchten?

Ich spiele nach dem Polaris noch in Mont-Pellier und bin dann für Neujahr in Asien (Kuala Lumpur, Vietnam). Mitte Mitte Januar bin ich zurück in Europa. Da spiele ich mit Luciano in Malaga, Madrid und Barcelona (20.-22.01.2017).

Polaris-Info: César Merveille spielt am Donnerstag (Electronic Music Ride) ein Set mit CIKAYA (Luciano, Mirko Loko, César Merveille) und später noch an der Seite von Carl Craig und Dejan, allenfalls kommt noch ein spontanes Set am Freitag und oder Samstag dazu, meinte er. Mehr Infos zu César Merveille und seinem Label Roche Madame.

Das Interview mit César Merveille fand am 29.11. per Skype statt und wurde frei aus dem Französischen übersetzt.

Wer noch Tickets für das fast ausverkaufte Festival gewinnen möchte, kann hier bei unserem Polaris-Gewinnspiel mitmachen!



 


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