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Joel Holzer alias woodinski bringt uns diese Woche mit einem neuen Podcast etwas Groove und Sonnenschein in die gute Stube – was beim aktuellen und eher ambivalenten Treiben von Petrus mehr als nötig ist. Der talentierte DJ aus der Ostschweiz beherrscht sein Handwerk und hat uns im Interview zudem etwas mehr über seinen Werdegang verraten.

Anstatt gross Worte über das EM-Fussballfieber, die nun hoffentlich ausgezeichnet hydrierte Schweiz – danke Petrus dafür – oder sonstiges Allerweltsgeschehen zu verlieren, wie wir das sonst gern üblich hier einleitend machen, kommen wir direkt zum Sonnenscheinspender der heutigen Stunde: Joel Holzer, besser bekannt als woodinski.

Joels Einstieg in die Welt des DJing erfolgte früh – sehr früh. Bereits mit zarten 13 Jahren springt er im Jugendtreff seiner Gemeinde als DJ ein, da nun ja, es sonst niemand machen wollte. Was damals notgedrungen auf einem sehr dürftigen Set-Up startete, entfachte in Joel im Laufe der Zeit die Leidenschaft für das Handwerk. Nun, ein Jahrzehnt später, hat er eine Vielzahl an spannenden Gigs vorzuweisen: Immer wieder bespielt er die heiligen Hallen des Hive, predigte schon den 4/4-Takt am CHAT:EAU-Festival oder heizt den Salon der Büxe ein.

Eine Kostprobe seines Handwerks, ist hier und heute mit dem UBWG-Podcast 147 zu hören, den Joel Holzer alias woodkinski exklusiv für uns aufgenommen hat – ebenso haben wir mit dem talentierten DJ bei dem einen oder anderen gehopften Wässerchen über die hiesige elektronische Nachtkultur und seine Person geplaudert.


woodinski auf Soundcloud | woodinksi auf Instagram


Einen gewissen Sound-Stil zu beschreiben, bzw. zu kategorisieren, ist anspruchsvoller als es klingen mag. «Groove» ist da so ein Wort, das öfters mal dafür gebraucht wird. Wie würdest Du Deinen Sound, welchen du aktuell gerne spielst, beschreiben?

Geil? Nein Spass beiseite. Schwierig zu sagen… repetitiv (die gute Sorte) und ohne grossen Schnick-Schnack vielleicht? Mit dem Wort «Groove» habe ich so meine Schwierigkeiten, weil es sehr locker angewendet und damit gefühlt in jedem Beschrieb um sich geworfen wird. 

Viele Clubs – nicht nur hierzulande – setzen auf den bewährten Sticker auf der Handy-Kamera. Auch in Zürich gibt es am Clubeingang vermehrt einen Kleber aufs Smartphone. Abgesehen vom Sticker, wie stehst Du zu einem allgemeinen Foto- und Videoverbot in Clubs?

Ich bin schon grosser Befürworter der Privatsphäre der Besucher:innen und kein grosser Fan vom stetigen Drang, alles immer teilen zu müssen. Denn eigentlich ist das Nachtleben unter anderem auch zum Abtauchen da, dafür, sich gehen zu lassen und tanzend in sowas wie eine Art Trance zu verfallen. Schweiss und der leicht angeschwipste Blick gehören da einfach dazu. Daher ist es absolut verständlich, dass Foto- oder Videoaufnahmen nicht ungefragt auf Social Media und Co. gehören.

Ich bin ein Befürworter der Privatsphäre für die Besucher:innen eines Clubs.

Joel Holzer alias woodkinski über das Foto- und Videoverbot in Clubs
Da Du ja auch schon die eine oder andere Veranstaltung aufgezogen und mitorganisiert hast, verstehst Du natürlich auch die andere Seite – wenn es darum geht, Bild- und Videomaterial zu haben, um die PR-Maschine ein wenig zu füttern?

Klar. Ein wenig PR braucht es als Veranstalter:in von Events immer – insbesondere dann, wenn diese Veranstaltungen nicht zwingend in den etablierten Clubs stattfinden. Da ist aber eine gekonnte Gratwanderung essenziell, um auf der einen Seite die Privatsphäre des Individuums, der Nachtschwärmer:innen zu wahren, und auf der anderen Seite trotzdem den Vibe einer Veranstaltung auf Bild und Video verbreiten zu können.



Gemäss eines Berichts des Tagesanzeigers kämpfen die Clubs in der Limmatstadt unter anderem mit den Besucher:innen-Zahlen. Daytimer würden immer populärer werden und das junge Volk entziehe sich immer mehr den langen, ausufernden Stunden einer Clubnacht. Empfindest Du das auch so? Und was braucht es Deines Erachtens, um dem entgegenzusteuern?

Ist mir jetzt spezifisch nicht aufgefallen, um ehrlich zu sein. Dass Daytime-Events populär sind, ist ja auch nicht wirklich etwas Neues. Falls dem Umstand mit den Besucher:innen-Zahlen aber wirklich so wäre, glaube ich, kann sich eine neue Location mit einem nischigen Angebot entgegen dem Strom im Nachtleben stellen, als mit einem breitgefächerten Angebot an zig verschiedenen Musikstilen. Aber das ist schwierig zu sagen, denn auch hierfür gibt es nicht den einen, goldenen Lösungsansatz, der für alle anwendbar ist. Sich treu zu bleiben, sollte aber so gut es geht, im Vordergrund stehen.

Gemunkelt soll auch werden, dass manche Läden ein wenig zu festgefahren seien, und seit Jahren immer auf dieselben DJs setzen würden, statt den Nachwuchs mehr zu fördern. Wie stehst Du als dazu?

Kann ich so nicht bestätigen. Nicola Schneider beispielsweise vom Hive, war auf meinem Weg immer sehr unterstützend, weswegen dieser Laden immer einen speziellen Platz in meinem Herzen haben wird. Generell denke ich, werden junge DJs, die Bock haben und sich einbringen wollen, ernst genommen und auch – wenn es passt und harmoniert – gut gefördert.

Junge DJs, die Bock haben und sich einbringen wollen, werden ernst genommen.

Joel Holzer alias woodkinski
Abschliessend noch: Du bist einem der (wahrscheinlich) teuersten Hobbys der Welt verfallen – dem Vinyl. Was kannst Du all jenen mitgeben, die sich noch unschlüssig sind, ob sie dem auch nachgehen wollen?

Bereitet euch auf Meinungsverschiedenheiten zwischen Euch und Eurer Geldbörse vor! Aber auch auf wundervolle Stunden mit Glücksgefühlen beim Diggen, dem Geruch von frischem Vinyl und dem großartigen Sound – absolut worth it!

Wir danken Joel für den kleinen Schwatz und das wirklich gelungene Set.

Im Interview für UBWG: Patrick Suter


Quellen: Joel Holzer alias woodinski

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