Impressionen ZMW (via ZMW Media Corner)

Zurich Music Week 2025: Ein Blick hinter die Kulissen


Die Zurich Music Week (ZMW) geht vom 4. bis 10. August 2025 mit einem umfangreichen Programm zum dritten Mal über die Bühne. Als fester Bestandteil der Zürcher Musik- und Kulturlandschaft bietet die ZMW eine Plattform für Austausch und Inspiration innerhalb der elektronischen Musik- und Clubkultur. Wir haben uns mit den Macher:innen über die bevorstehende Ausgabe unterhalten.

OFF-Events, Masterclasses und Conferences: Das ist die Zurich Music Week (ZMW), die vom 4. bis 10. August 2025 bereits zum dritten Mal über die Bühne geht. Die ZMW setzt sich mit ihren Formaten für eine nachhaltige Musik- und Nachtkultur ein und hat sich mit ihrem Engagement rasch zu einem wichtigen Bestandteil der Kulturlandschaft hierzulande etabliert. Wir haben erst kürzlich einen Blick auf das diesjährige Programm geworfen.

Die ZMW ist eine Plattform für Austausch und Inspiration innerhalb der elektronischen Musik- und Clubkultur. Anlässlich der bevorstehenden Ausgabe haben wir uns mit den Macher:innen im Interview über die ZMW unterhalten, um etwas mehr über das Format zu erfahren.


Für all jene, denen die ZMW noch kein Begriff ist – mögt ihr uns in wenigen Worten erklären, worum es bei der ZMW geht und welche Intention dem Format zugrunde liegt?

ZMW: Mit Panels, Vorträgen, Workshops und Events möchte die Zurich Music Week die einzigartige geografische Lage der Limmatstadt nutzen, um im Herzen Europas einen Melting Pot für die Branche zu schaffen – mit internationaler Strahlkraft für elektronische Musik- und Clubkultur. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Newcomer:innen und langjährige Szeneakteur:innen vernetzen, austauschen und verbinden können.  

Die ZMW verbindet seit ihren Anfängen den internationalen Charakter der Veranstaltung mit dem nationalen, bzw. regionalen Engagement – wie setzt ihr diesen Anspruch an der diesjährigen Ausgabe um?

ZMW: Dieses Jahr legen wir grossen Wert auf Kooperationen. Zum einen mit renommierten Schweizer Clubs wie dem Hive Club, der Frieda’s Büxe und dem Basler Nordstern Club, zum anderen mit bekannten Labels aus Zürich. Es ist uns ein Anliegen die Schweizer Clubszene nach aussen bestmöglich zu präsentieren und gleichzeitig eng mit ihr zusammenzuarbeiten, um diesen Anspruch erfüllen zu können. Zusammenhalt ist für dieses Umfeld wichtiger als je zuvor. Was die Masterclasses anbelangt, so sind diese zur Hälfte mit Schweizer Künstler:innen besetzt. Support your local artist ist und bleibt für uns ein zentraler Leitsatz – auch in diesem Jahr. An den Conferences behandeln wir mitunter politische Themen, welche die nationale und internationale Szene betreffen. Wir wollen den Dialog zu aktuellen gesellschaftlichen Themen fördern und den Austausch über regionale, nationale und internationale Entwicklungen und Strömungen stärken. 

Wir wollen den Dialog zu aktuellen gesellschaftlichen Themen fördern und den Austausch über regionale, nationale und internationale Entwicklungen und Strömungen stärken. 

Das ZMW-Team über den Fokus der ZMW-Ausgabe 2025
Während der ZMW wird die Clubkultur bewusst reflektiert – es wird ein Gefäss geschaffen, um Ansätze anzudenken, die der Clubkultur helfen sollen, sich weiterzuentwickeln. Wo seht ihr die wichtigsten Handlungsfelder, mit denen die Clubkultur hierzulande, aber auch Global konfrontiert ist?

ZMW: Es gibt mehrere zentrale Handlungsfelder, welche die Clubkultur sowohl in der Schweiz als auch global beeinflussen. Finanzielle Unterstützung und Nachhaltigkeitsthemen sind wichtige Anliegen, die aktuell beschäftigen, da es für Akteur:innen der Clubkultur immer schwieriger wird, den steigenden Gagenforderungen renommierter Künstler:innen nachzukommen – nicht zuletzt angesichts ebenfalls steigender Betriebskosten. In Zürich ist Techno UNESCO Kulturerbe, das Landesmuseum widmet diesem Umstand gerade eine Ausstellung, der grösste Beachtung zukommt. Es ist an der Zeit, dass die Politik begreift, dass sie es hier mit einem Kulturgut zu tun hat, das ebenso Unterstützung verdient, wie es andere Bereiche der Kultur, Kunst und Musik geniessen. Ausserdem ist es wichtig, noch mehr Barrieren abzubauen und Räume zu schaffen, in denen sich alle Personen sicher und willkommen fühlen, um Diversität und Inklusion zu fördern. Nicht zuletzt ist die globale Vernetzung entscheidend, um den Austausch zwischen Szenen weltweit zu stärken und die lokale Clubkultur im internationalen Kontext noch sichtbarer zu machen.

Was sind die Highlights der diesjährigen Ausgabe, auf was dürfen sich die Besucher:innen – ob Professionals oder Interessierte – besonders freuen?

ZMW: Wir freuen uns unter anderem sehr, dass Anja Schneider in Kollaboration mit der ZMW an der Techno-Ausstellung im Landesmuseum ihren ersten Live-Podcast aufzeichnen wird. Ebenso erwähnenswert ist die Vinyl-Masterclass mit Mathias Kaden. Ausserdem bieten wir Workshops mit Anja Schneider zum Thema Labelgründung an. Das Duo Parallelle gastiert mit einer Masterclass im Hive Club, bei der es um die Thematik eines hybriden DJ-Sets geht. Am Donnerstag und Freitag findet zudem Walk-In-Events mit AlphaTheta im Kraftwerk statt, bei dem die neuesten Innovationen von AlphaTheta und Pioneer DJ vorgestellt werden: Touch and Try – die neuesten Produkte und Technologien. Viele überaus spannende Formate, die interessante Fragen klären. Auch die diesjährigen Panels sind sehr spannend, sie greifen wichtige Fragen auf: Was sind die Bilateralen III, was steht bis zur Abstimmung auf der politischen Agenda? Zusammen mit Beatport nehmen wir uns dem Thema der Musikveröffentlichung im digitalen Zeitalter an. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Programm zu durchstöbern – es ist wirklich vielfältig und spannend. So nahe wie an der ZMW kommt man den Top-Acts und den aktivsten Köpfen der Szene selten – der Austausch und die Nähe stehen im Zentrum.

Denken wir die ZMW einmal weiter, wo soll es mit dem Format hingehen – gross, grösser ZMW? Oder bleibt das Format überschaubar?

ZMW: Wir möchten weiterhin mit kleinen, nachhaltigen Schritten eine stabile und coole Plattform aufbauen. Es wäre auf jeden Fall grossartig, wenn wir in einigen Jahren noch mehr internationale Koryphäen der Szene bei uns auf Panels und in den Masterclasses begrüssen könnten. Unser Ziel ist, dass die ZMW zum Pflichtprogramm wird, bei dem Kreativität, Wissen und Networking im Mittelpunkt stehen und die ganze Stadt in dieser Woche eins wird. 

Ziel ist es, dass die ZMW zum Pflichtprogramm wird, bei dem Kreativität, Wissen und Networking im Mittelpunkt stehen.

Das ZMW-Team über das Ziel der ZMW-Ausgabe 2025

Im Interview für UBWG: Die Redaktion


Du möchtest Dir einen Überblick über das Programm der bevorstehenden Zurich Music Week (ZMW) verschaffen? Der nachfolgende Beitrag liefert Dir die wichtigsten Infos zum Programm:


Quellen: Zurich Music Week