Am Freitag, 31. Januar kommt HARDER das erste Mal nach Zürich ins Exil. Vor der ersten Ausgabe baten wir Patrik aka Bunny, Veranstalter von HARDER, zum kurzen Interview.

Hey Patrik! Erzähl mal, was erwartet die Gäste am kommenden Freitag im Exil?

Patrik: HARDER ist eine offene und sex-positive queer Techno Party mit dem Fokus auf energetischen, schnellen und antreibenden Techno. Egal welches Geschlecht, welche Sexualität oder welchen (oder sogar ob) du einen Fetisch hast, lass uns alle zusammen kommen, um unsere Liebe für diese Musik zu teilen, denn Musik kennt keine Grenzen.

Hört sich super an! Wie entstand HARDER?

Die Idee für HARDER ist in der Zeit entstanden, als ich für 5,5 Jahre in Berlin wohnte. Berlin war die erste Stadt, wo ich jemals gefeiert hatte und es beeindruckte mich sehr, dass so viele Leute extra nach Berlin reisen mussten, um in dieser extrem offenen, toleranten und hedonistischen Art feiern zu können. Ich hatte recht schnell nach einem meiner ersten Male Feiern in Berlin den Traum, irgendwann meine eigene Party in einer Stadt zu organisieren, wo es bis dahin solch eine Party nicht gibt, aber weil ich weder ein DJ war noch andere Verbindungen mit der Musikszene hatte, blieb dieser Gedanke für lange Zeit nur ein Traum.


Vorwärtsrollender Techno – das ist (auch) HARDER


Und dann begann alles in Rumänien?

Genau. Mit der Zeit wurde das Verlangen immer größer und als mein Mann mir vor 2 Jahren vorschlug, nach Bukarest zu ziehen, sah ich dies als die Verwirklichung meines Traumes, weil man in Rumänien vor allem zu Minimal feiern geht und es für die queer Szene noch nicht viele Parties gab. Seitdem gibt es die Party auch in Sofia und bald auch in Madrid.

Was bedeutet für dich HARDER persönlich?

Sex-positive Parties sind für mich sehr wichtig. Wir mögen (fast) alle Sex, aber in der Öffentlichkeit gibt es kaum Orte, wo man ihn praktizieren kann. Clubs sind meiner Meinung nach dafür der perfekte Ort. Man lernt recht einfach und schnell eine(n) kennen und dann kann man es sich irgendwo im Club gemütlich machen. Zudem bieten sex-positive Parties oder queer Parties im Allgemeinen dir die Möglichkeit, dich so anzuziehen – oder aus! 😉 – wie du möchtest, ohne befürchten zu müssen, dass du für dein Outfit verurteilt wirst. Wir haben alle unsere eigenen Vorlieben und ich finde es immer toll zu sehen, was für eine Mischung an Leuten es an diesen Parties gibt.


Foto: @stephanie.saran
Foto: Stephanie Saran

Was bedeutet es für dich, HARDER das erste Mal in Zürich veranstalten zu können?

Es ist mir eine große Ehre und ich freue mich schon riesig, denn was ich bisher von der Schweizer queer Szene gesehen habe, ist einfach nur toll. Um ehrlich zu sein hatte ich bis letztes Jahr nicht wirklich eine Vorstellung davon, wie die Szene in der Schweiz ist, bis HARDER zum ersten Mal im Februar 2019 in Basel stattfand. Da stellte ich fest, wie toll das Publikum ist, und bei allen darauffolgenden Parties kam ich mir wie in Berlin vor. Nur um Verwirrung zu vermeiden, weil ich gerade HARDER in Basel nannte: HARDER ist mein Konzept und ich wurde Ende 2018 gefragt, ob ich Lust hätte, die Party nach dem Ende von La Messe nach Basel zu bringen. In Basel kamen mehrere andere Jungs vor Ort ins Team und durch Unstimmigkeiten – unter anderem auch über die Musik, denn sie war den anderen zu hart! – trennten sich unsere Wege nach drei Parties. Seitdem gibt es, leider sehr verwirrend, auch ‚HRDR‘ in Basel, weil sie anscheinend wohl den Namen nicht ändern wollten. 😉

Vielen Dank an Patrik!

HARDER findet das erste Mal am nächsten Freitag, 31. Januar im Zürcher Exil statt. Musikalisch wird die Nacht von CLTX, Pelin Vedis und Bunny begleitet.


Zurich goes Harder
Freitag, 31. Januar @ 23:55 – 7:00
 //  Exil

Line-Up:
CLTX, Bunny, Pelin Vedis



Fotos: zur Verfügung gestellt von HARDER (@stephanie.saran)

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