Obwohl das Jahr 2016 mit positiven Neuigkeiten sparsam blieb, gab es zumindest von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern durchaus Gutes zu berichten. Unglaublich, wie viele Alben, Tracks und EPs in den letzten 365 Tagen von Schweizer Acts veröffentlicht wurden.

Für uns Grund genug, einen Blick zurückzuwerfen und euch nicht die besten, aber mit Sicherheit ein paar hörenswerte Tracks zu präsentieren.


Ripperton – I’m Gonna Make You Love Me

Anfangs 2016 eröffnete Raphael Ripperton das Jahr mit einer ganz grossen Nummer. Anhand von „I’m Gonna Make You Love Me“ lancierte der Westschweizer Musiker eines seiner produktivsten Jahre überhaupt. Der Mann ist eine Klasse für sich.


Pacifica – Memory Man (Kalabrese Remix)

Obschon die gesamte EP von Pacifica auf Drumpoet Community ein Meisterwerk darstellt, fasziniert Kalabrese’s Remix am meisten. Der Zürcher Vollblutmusiker schafft es mit seiner verspielten und facettenreichen Neuinterpretation der „Memory Man EP“ das i-Tüpfelchen aufzusetzen.


Stephan Bodzin & Marc Romboy – Atlas (Adriatique Remix)

Bei der Menge an qualitativ hochstehenden Produktionen, die Adriatique Jahr für Jahr abliefern, ist es gar nicht so einfach, einen Track hervorzuheben. Das ambitionierteste Projekt der Beiden war 2016 der Remix des zehn Jahre alten Originals von „Atlas“. Fazit: mit Bravur gemeistert und kurzerhand einen neuen Hit produziert, welcher dem Original in nichts nachsteht.


Gregorythme – Oui Oui

Ja, ja, wir wollen mehr davon! Von der ersten Sekunde nimmt  Gregorythme’s „Oui Oui“ den Hörer voll und ganz in Beschlag. Das Zusammenspiel der knackigen Riffs und der prägnanten Synthline ergibt eine hervorragende Symbiose.


Jimi Jules – Lost Love

Mitte Juni gab uns Jimi Jules mit „Lost Love“ einen Vorgeschmack auf sein inzwischen erschienenes Debütalbum „Equinox“. Dabei bedient sich Jules der atemberaubenden Stimme des Folk-Musikers Tobias Carshey, untermalt diese mit einer wabernden Basslinie und verseht das Ganze mit melancholischen Streichern. Eine voll und ganz gelungene Nummer.


Monumental Men – Awareness In Absence

Einen Track zu produzieren, der von Blasinstrumenten lebt und gleichzeitig nicht kitschig wirkt, ist geradezu eine Kunst. „Awareness in Absence“ des Berner Produzentenduos Monumental Men schafft das problemlos. Melodiös und perfekt arrangiert, entfaltet sich über Minuten hinweg ein melancholischer Klangteppich, der zum Träumen einlädt. Zauberhaft.


Quarion – Monolith

Wenn ein Musikstück über Innervisions veröffentlicht wird, heisst das eigentlich schon alles. Ende 2016 schaffte es „Monolith“ von Quarion auf die berühmtberüchtigte „Secret Weapons“ Reihe des deutschen Vorzeigelabels. Dabei rollt der reduziert und düster arrangierte Track mit drückender Bassline und Kickdrum in Richtung Ekstase.


Dario D’Attis & David Aurel – Cuéntame

Dario D’Attis und David Aurel sind berühmt für ihre Clubtracks. Ohne viel Schnörkel und mit dem Mittel zum Zweck lassen ihre Produktionen massenweise Hände in die Luft schnellen. So auch der an der Peaktime orientierte Track „Cuéntame“, welcher über Hive Audio veröffentlicht wurde.


Dietrich & Strolch – Nipl

Leider gab es im Jahr 2016 nicht viel Positives zu berichten. Dieser Umstand machte auch vor der hiesigen Electronica-Szene nicht halt. Nach Jahren des gemeinsamen Musizierens ging Ende Oktober Till Grüter, der Bruder von Milo und Teil von Dietrich & Strolch, von uns. Kurz zuvor erschien vom Luzerner Brüderduo mit „Nipl“ ein hervorragend produzierter Track, der für den Hörer eine perfekte Symbiose zwischen melancholischen Pianoklängen und einem rollenden Groove bereithält.

Wir von Unsere Beweggründe wünschen der Familie viel Kraft.


Nico Sun – Nomad

Es gibt wohl keinen anderen Produzent, dem es immer wieder gelingt, orientalische Einflüsse so elegant in seine Musik zu verpacken wie Nico Sun. So prägte auch der anfangs 2016 erschienene Track „Nomad“ die Zürcher Musiklandschaft.


Titelbild von myrecordsplayers.com

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