Various Artists EPWas haben Solomun, Stimming und H.O.S.H. gemeinsam?

Genau, sie alle stehen bei dem Hamburger Label „Diynamic“ unter Vertrag. Das Label konnte vor allem in den letzten beiden Jahren durch Releases von den bereits genannten Artists oder auch von David August und Uner profitieren. So fand im Juni dieses Jahres auch eine „5 Jahre Diynamic Nacht“ im Zürcher Club Hive statt.

Was passiert aber, wenn sich ein solch erfahrenes und etabliertes Label ein Sub- / SchwesterLabel zu tut, um einen experimentelleren Weg einzuschlagen? Es entsteht „2DIY4“!

Nach dem ersten Release von Solomun Love Recycled EP folgte nun eine weitere EP, in der sich gleich mehrere Produzenten auslassen konnten: „Various Artists EP“. Auf dem neusten Release von „2DIY4“ sind sowohl gestandene Produzenten, als auch neue Talente zu finden.

Der Anfang macht das Schweizer Duo „Adriatique“ zusammen mit dem jungen deutschen „Thyladomid“. Deep In The Three bedient sich der melancholischen Melodie von Feist’s Honey Honey. Das gute alte Stück wird mit Effekten, mitreissenden Hats und ein paar scheppernden Claps tanztauglich gemacht.
Auch wenn die Melodie übernommen und nicht allzu viel verändert wurde: Der Track bewegt den Hörer zum Tanzen oder anders ausgedrückt: zum Schweben!

Mit „Peter Kruder“ ist auch ein bekannteres Gesicht auf der EP vertreten. Auch er bediente sich bei Young Girl von einem Feist Song. Den weiblichen Gesang „When I Was A Young Girl“ übernimmt Kruder ganz; verlangsamt ihn aber erheblich, sodass der Gesang fast männlich wahrgenommen wird und eine mystische Stimmung garantiert. Der Rest von Young Girl ist auch sehr deep und geheimnisvoll gehalten: so könnte die eine oder andere Afterhour von diesem Track profitieren.

No Diggity war in den Neunzigern bereits eine riesige Partyhymne, welche damals (und auch noch heute) rauf und runter gespielt wurde. „Garry Todd“ war es nun, welcher die Vocals übernahm und in No Giggity verwandelte. No Giggity knüpft an die Partyatmosphäre von vor zwanzig Jahren an und bewegt das Partyvolk sofort auf die Tanzfläche. Die Vocals und die Breaks wurden sehr passend in Szene gesetzt und machen das Ganze zu einem sehr treibenden Track.

Das Debüt von „Liem“ bildet den Abschluss dieser schönanzuhörenden EP. Mit Beggin You gelang es „Liem“ ein Gegenstück zu den anderen drei Tracks zu erschaffen. Die Akustikgitarre lässt den Hörer nicht mehr los und auch die männliche Stimme verschmilzt mit der ruhigen, deepen Bassline.

„Various Artists EP“ ist auf jeden Fall ein guter Nachfolger, welcher die Serie von „2DIY4“ weiterleben lässt, wie sie begonnen hat:
Überraschend und Experimentell!

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