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Die Militärstrasse steht seit eh und je im Schatten der Langstrasse. Kein Wunder, vergisst man im wilden Getummel trinkfreudiger Zeitgenossinnen und Zeitgenossen mal kurz nach links oder rechts zu schauen – geschweige denn abzubiegen. Doch ein Abzweiger lohnt sich allemal: Weniger belebt, aber deswegen nicht weniger interessant, zeigt sich die unterschätzte Querstrasse in voller Pracht. Insbesondere an der 84 gilt es Halt zu machen, denn da begrüssen uns Nik Sellerberg und sein Team.

Club-Hund Nele steht am unteren Ende der langen Treppe, welche die Gäste ins Untergeschoss des Variétés führt. Sie begrüsst uns mit einem leicht prüfenden Blick, holt sich ihre wohl verdienten Streicheleinheiten und zottelt wieder davon. Sind die Gäste nicht da, ist sie da. Sie ist die gute Seele des Clubs und erdet das Team rund um Geschäftsführer Nik Sellerberg, wenn’s gerade mal nicht so läuft: „Wir durchlaufen stürmische Zeiten – langweilig wird es definitiv nicht, aber wir lieben unsere Arbeit und lernen jeden Tag dazu.“ Es sei ein laufender Prozess, die kontinuierliche Weiterentwicklung das A und O. „Wir können noch nicht auf erprobte und etablierte Konzepte zurückgreifen und diese abspulen – das erfordert extrem viel Agilität und kostet Energie“, so Sellerberg. Doch Mitinhaberin Jasmine John ergänzt: „Gleichzeitig ist genau dieser Umstand die Quelle unserer Inspiration – sozusagen ein Aufbruch zu neuen Ufern.“

Die Gesichter des Clubs (von links): Jasmine John (Mitinhaberin), Nik Sellerberg (Geschäftsführer Variété) und Nicola Küng (Mitinhaber Variété).

Im September des laufenden Jahres hat das Variété – nach einem kurzen Opening im vergangenen Sommer – wieder seine Türen geöffnet, dieses Mal im neuen Kleid. Eine intensive Bauphase, unberechenbare Entwicklungen rund um das Coronavirus und finanzielle Unsicherheiten haben den Alltag des Teams geprägt. Aufgeben? Gab und gibt es nicht. „Stundung war das Gebot der Stunde, der Wochen und Monate“, so Sellerberg. „Wir manövrierten das sinkende Schiff durch turbulente Gewässer – all dies war nur möglich dank der Grosszügigkeit unserer Künstler*innen und Partner*innen – auch wenn deren Unterstützung alleine natürlich nicht die finanzielle Lücke zu schliessen vermochte.“

Sellerberg betont dabei, wie wichtig während dieser Zeit auch die Interessensvertretung seitens Bar- und Clubkommission gegenüber den Behörden gewesen sei: „Das Leben war auch vor Corona kein Wunschkonzert, doch hat man uns gegenüber oft Kulanz walten lassen und unsere Anliegen wahrgenommen – dies ist mitunter auch der Grund, weshalb es uns heute noch gibt.“ Auch seien sich Akteur*innen des Nachtlebens der Wichtigkeit ihrer Rolle für die Gesellschaft noch bewusster geworden. Eine schöne Entwicklung.

„Akteur*innen des Nachtlebens sind sich der Wichtigkeit ihrer Rolle für die Gesellschaft in den vergangenen Jahren bewusster geworden.“

Nik Sellerberg, Geschäftsführer Club Variété
Geschäftsführer Nik Sellerberg im Club Variété.

An der Militärstrasse setzt man auf Neugier, Risikobereitschaft und Herz. Der Name ist Programm und so findet die Varietät auch im Konzept Einzug. „Wir probieren ständig Neues aus und wagen uns in unbekannte Gewässer – nur so können wir dazu lernen und uns positionieren.“ So finden im Clubprogramm nebst etablierten Labels auch junge Veranstalter*innen eine Plattform. Musikalisch ist der Club überwiegend in der elektronischen Ecke zu Hause, doch finden ab und an auch Konzerte im heimeligen Untergeschoss statt. „Es ist Platz für alle da, die mit Herzblut dabei sind“, ergänzt Mitinhaber Nicola Küng.

Der Club nach dem Umbau – ein schlichtes und durchgängiges Gestaltungskonzept.

Das Variété ist UBWG speziell verbunden: In der Corona-Pandemie unterstütze das dreiköpfige Team tatkräftig das Streaminprojekt „Club Dihei“. Woche für Woche wurden unzählige Materialkisten von A nach B geschleppt – viel Aufwand für ein Projekt mit lokaler Reichweite, doch: „Die Streams waren ein Fixpunkt in einer aussichtslosen Zeit, wir konnten den Menschen zu Hause eine Freude bereiten und neue Künstler*innen und tolle Menschen kennenlernen“, erzählt Jasmine John. Sellerberg und Küng ergänzend lachend: „Das war schön. Das machen wir nie wieder.“


Das aktuelle Variété-Programm findest Du hier.


Verlosung:
Wir verlosen 1×2 Tickets für „The Pluto Question“ im Variété. Um an der Verlosung teilzunehmen, brauchst Du uns entweder einen Kommentar zu hinterlassen oder eine E-Mail mit dem Betreff „TPQ“ zu schreiben (win@ubwg.ch). Kommentare können sowohl auf Facebook als auch auf ubwg.ch hinterlassen werden. Die Gewinner werden bis spätestens Donnerstag, 25. Oktober 2021 (16.00 Uhr) per Mail oder Facebook benachrichtigt. Die Teilnahme erfolgt ohne Gewähr. Wir wünschen allen viel Glück!


The Pluto Question
26. November 2021
Line-Up: Arno (aka Einzelkind), Doludo (live), Jørg, i l q


Artikelfotos: Aline Fürer, zvg. Club Variété

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