Pünktlich zur Zeitumstellung und der «dunkeln» Jahreszeit präsentieren wir Mix Nummer 122 in unserem hauseigenen Podcast. Für diesen verantwortlich zeigt sich heute Tiefgang Records Maestro Sképson aus Bern.

Es gibt zig Gründe dafür, wieso wir die Jungs von Tiefgang immer wieder in unseren hauseigenen Podcast einladen. Schliesslich war vor gut einem Jahr bereits chaudlait zu Gast. Neben all den ausserordentlichen Partys, Fotos und Releases ist sicher ihre Track-Selektion der wichtigste davon. Ein Club-Set ist nie ein Podcast. Jede Anordnung der Musik stösst einem in neue Sphären – so auch Nummer 122. Warum dies so ist und wie weit das Projekt Techno zum Foto 2 schon ist, verrät uns Sképson aka Tobi gleich selbst.

Sképson findet ihr auf Soundcloud, Beatport und Facebook.



Ciao Tobi, vielen Dank für deinen Podcast! Du hast ihn mit den Worten «Kleine Vorwarnung: Der Mix entspricht vielleicht nicht ganz euren Erwartungen…» uns geschickt. Was wird uns denn erwarten?

Danke euch auch für die Gelegenheit. Es ist ein Mix aus Ambient, Electronic, Dub, Techno, Instrumental und Jazz – zum Hören nicht nur für „Technoheads“. Das ist für mich insofern etwas speziell, weil sich meine Mixes bisher vorwiegend dem eher schnellen, treibend-sphärischen und hypnotischen Techno gewidmet haben.

Welche Podcast-Serie hörst du denn aktuell am liebsten oder anders gefragt: Wo lässt du dich inspirieren?

Ehrlich gesagt, bin ich damit etwas am Hadern beziehungsweise habe leider keine Lieblings Podcast-Serie, welche mir jedes Mal gefällt. Ich klicke mich zwar fast täglich durch Podcasts, welche ich verfolge, aber ob mir der Mix dann gefällt oder nicht, hängt meistens mehr vom jeweiligen Artist als von der Plattform ab. Was ich mir meistens anhöre und spontan einfällt sind: Smoke Machine, Patterns of Perception, Deep Space Helsinki, OECUS, MONUMENT oder HATE.

Auf dem Artikelbild (siehe oben) sieht man dich in deinem Meer an Synthesizern. Wie kamst du ursprünglich eigentlich dazu Musik zu produzieren?

Das begann so anfangs 2013. Einige meiner Freunde von Tiefgang hatten damals Ableton Live und haben erste Tracks darin gebastelt. So wirklich dafür interessiert habe ich mich damals aber noch nicht. Eher aus einer zufälligen Laune heraus fragte ich, ob ich nicht auch mal eine Kopie dieses Programmes haben könne. Das war dann ziemlich einschneidend. Ich hatte vorher nie wirklich ein Instrument gespielt und realisierte dann, dass ich jetzt plötzlich trotzdem selber Musik machen kann, was mich unglaublich faszinierte. Ich hatte echt keine Ahnung von nichts, aber verbrachte von da an täglich mehrere Stunden mit dem Programm. Die Vor- und Nachteile der analogen Klangerzeugung lernte ich dann erst so zwei, drei Jahre später kennen, als ich zum ersten Mal etwas Geld hatte.

Im Juni haben wir über dein Mixtape «Intense Repetitions» berichtet. Wie fiel das Feedback zu den Tracks aus?

Die Rückmeldungen, welche ich bekommen habe, waren eigentlich sehr positiv. Man muss Feedback aber ja immer auch ein wenig abstrahieren können. Irgendjemand findet immer gut, was man macht, und diejenigen die Konstruktive und/oder berechtigte Kritik äussern könnten, melden sich vielleicht eher weniger von sich aus.



Wir haben vernommen, dass deine Tiefgang Jungs und du Techno zum Foto 2 in Angriff nehmen möchtet. Wisst ihr schon, wann die Compilation veröffentlicht wird? (siehe dazu unser Artikel zur ersten Ausgabe).

Genau. Wenn alles nach Plan läuft, sollte die Platte im Herbst 2019 erscheinen. Ob ich darauf wieder vertreten sein werde, kann ich aber noch nicht sagen. Definitiv geplant aber ist eine EP auf Tiefgang gegen Ende 2018.


Skepson Tiefgang Recordings


Was ist für dich gut produzierte Musik? Auf was konzentrierst du dich bei Tracks?

Für mich zählen Stimmung, musikalische und emotionale Aussage eines Tracks mehr, als wie gut ein Track «produziert» wurde. Aus offensichtlichen Gründen machen Klang und Produktion in der elektronischen Musik einen sehr wesentlichen Teil aus. Trotzdem sollte aber die «Produktion» für mich immer im Dienste der Musik stehen und nicht umgekehrt. Von mir aus gesehen gibt es unzählige «überproduzierte» Tracks, welche extrem clean, steril und musikalisch langweilig sind. Klar, versuche auch ich jeden Track so gut, wie mir mit meinem Knowhow und Equipment möglich ist, klingen zu lassen. Dieser Aspekt soll aber eher von alleine mit der eigentlichen musikalischen Entwicklung mitwachsen.

Und wo sieht man dich in naher Zukunft noch spielen?

Im November bin in drei Mal in Bern unterwegs:

Wir können alle drei Events nur empfehlen! Danke Tobi und weiterhin so ein erfolgreiches Arbeiten mit der Musik.


Sämtliche Bilder im Artikel zur Verfügung gestellt von Sképson.


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